von Joachim Lorenz, Karlstein a. Main
Wichtiger Hinweis:
Es sind zur Zeit und ohne Führung nur die Tagesanlagen zugänglich.
Ein am 27.05.2000 gegründete Verein
mit Sitz in Sommerkahl hat es sich zum Ziel gemacht, die untertägigen
Anlagen der 23-m-Sohle auch für Besucher wieder zugänglich
zu machen. Dies wird erst nach umfangreichen Änderungen und Bauarbeiten
in einigen Jahren möglich sein. Auch werden zur Bereitstellung einer
Infrastruktur (Strom, Wasser, Licht, Toiletten usw.) weitere Finanzmittel
benötigt, die in kurzer Zeit nicht aufzubringen sind.
Das obige Bild zeigt den westlichen Teil der Wand des ehemaligen Tagebaues
mit den farbigen Sekundärmineralien und dem Ansatz zu einem verstürzten
Stollenmundloch; aufgenommen 1999, rechts eine aktuelle Aufnahme nach
der Sicherung des Hanges im Frühjahr 2006. Das sehr standfeste und
überaus harte Gestein (Gneis) ermöglichte es Stollen vorzutreiben,
die keinen Sicherungssusbau aus Holz benötigt. Gleichzeitig war
es beim Abbau ein Hemmnis. Infolge des hohen Quarzanteiles bestand die
Gefahr für die Bergleute, an Silikose zu erkranken.
Im Winter, bei langanhaltendem, strengem Frost bildet sich an den Felsen
eines der bedeutendsten Minerale der Welt, das Eis.
An den Wänden und in den Stolleneingängen kann man den
Formenschaft der eisenen Tropfsteine studieren. Leider ist es ohne großen
Aufwand kaum zu sammeln und die Schönheit ist nur im Foto zu erhalten:
Dort wo das aussickernde Wasser auch Metalle gelöst hat, sind die Eisbildungen grün und/oder blau gefärbt:
Lage
Das Bergwerk liegt am östlichen Ende von Obersommerkahl bei
Schöllkrippen im Spessart (siehe Okrusch et al. 2011, S. 167ff, Aufschluss
Nr. 48). Ummittelbar nach den letzen Häusern ist der ehemalige Tagebau
auf der Nordseite des Tales zu sehen, von dem die Stollenmundlöcher
zu den erhaltenen Strecken der 23m-Sohle ausgehen; weitere Sohlen
sind teilweise verschüttet oder stehen unter Wasser. Von den Betriebsgebäuden
ist der allergrößte Teil im Lauf der Jahre abgerissen worden
und es sind nur noch Reste erhalten. Gleiches gilt für die einst
reichlich vorhandenen Halden im Bereich des heutigen Sportplatzes.
Etwas weiter östlich sind an der Hangschulter die schwer auffindbaren
Reste der Erzaufbereitung, fast gänzlich zugewachsen, zu erkennen.
Es handelt sich um die massiven Fundamente der Aufbereitungsanlagen aus
Kugelmühlen, LINKENBACH-Rundherde und Absetzbecken.Von den
eigentlichen Förderanlagen hat nichts überlebt.
Der dazu gehörende Förderschacht ist an der Oberfläche
dauerhaft mit Beton verschlossen worden und liegt nördlich des Tagebaues.
Der darin einst verkeilt hängende Förderkorb wurde im Jahr 2002
aus dem Schacht geborgen und wird zur Zeit konserviert.
Geologie
Das Bergwerk befindet sich im kristallinen Grundgebirge innerhalb
eines ca. 335 Millionen Jahre alten Muskovit-Gneises. Dieser Gneis entstand
durch Metamorphose (Umwandlung durch Hitze und Druck tief im Erdinnern)
während der variskischen Gebirgsauffaltung aus einem ehemaligen
Granit. Der einst hier auflagernde Kupferschiefer der carbonatischen
Zechsteinsedimente ist der Erosion zum Opfer gefallen, ist aber beiderseits
des Tales unter dem Buntsandstein anstehend. Die Störungen streichen
- soweit erkennbar - in etwa in der üblichen Richtung von Nordwest
nach Südost mit einer gewissen Abweichung nach Nord.
Die zahlreichen, nur dünnmächtigen und sehr absätzigen
Erzgänge auf den Spaltenzügen von bis zu ca. 2 cm Mächtigkeit
treten in kaum veränderten und sehr standfesten Muskovit-Gneisen
auf (deshalb ist innerhalb des Berges auch keine Auszimmerung oder Abstützung
nötig).
Im Bereich des Tagebaues (oder auch Steinbruch) sind die primären
Erze oft zu den bunten und damit auffälligen Sekundärmineralien
umgesetzt.
Die hier fremden Erze wurden wohl durch die im Jura hydrothermal
aufgedrungenen, barytführenden Lösungen aus dem früher
den Gneis überlagerten Kupferschiefer gelöst und im Gneis wieder
ausgeschieden. Dies ist der Grund, warum die tiefen Gangspalten erzleer
werden.
Historie
Der Abbau von Kupfererzen um Sommerkahl/Schöllkrippen begann
im Mittelalter und ist für 1542 dokumentiert; damals wurde jedoch
der leichter gewinnbare aber schwer verhüttbare Kupferschiefer im
Bereich des Schabernack von Vormwald/Schöllkrippen (?) abgebaut
oder eine Gewinnung versucht. Ob dies im Bereich des heutigen Sportplatzes
zwischen Vormwald und Sommerkahl war, müssen zukünftige Forschungen
belegen. Beim Anlegen 1986 wurden alte Stollen und ein Kalkofen freigelegt.
Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Ort als "Bergloch" bezeichnet.
Für das Jahr 1704 ist ein Abbau in Sommerkahl urkundlich belegt.
Aber erst Ende des 19. Jahrhunderts begann man im Bereich der "Wilhelmine"
in größerem Umfang untertägig Kupfererze zu gewinnen.
Damals bestand eine Vitriollaugerei. Später wurde das Bergwerk ausgebaut
und als Anlagebetrug von E. ABRESCH an den den Flugzeuigkontrukteur FOKKER
verkauft.
Nach dem 1. Weltkrieg führte der allgemeine Rohstoffmangel
zu einem Wiederaufleben dieser Aktivitäten. Es wurden 10 Millionen
Mark verbaut und das Bergwerk innen über die 60m-Sohle ausgeweitet..
Man ließ sich jedoch von den großflächig auftretenden,
bunten Sekundärmineralien im wahrsten Sinne des Wortes "blenden"
und musste bereits 1922 den Betrieb wieder einstellen. Der gewinnbare
Gehalt an Erzen in dem sehr harten Gestein war zu gering. Die Aufbereitung
gestaltete sich insbesondere im Winter als problematisch, das das Wasser
für die LINKENBACH-Rundherde für die Trennung von Erz und Nebengestein
fehlte. Eine Flotation für 24 Millionen Mark hätte geringere Verluste
an Erzen erbracht und wurde hier nicht mehr realisiert. Auch enthalten die
Erze große Mengen an Arsen, die bei der Verhüttung unerwünscht
sind.
Das Stollensystem (oben die heute noch begehbare 23-Sohle) wurde dann
während des 2. Weltkrieges als Luftschutzeinrichtung genutzt. Später
wurde versucht, darin Pilze zu züchten. Durch Schottergewinnung in den
70er Jahren wurde der Tagebaues auf die heutigen Verhältnisse erweitert
und dann größtenteils mit Haus- und Sperrmüll bis in die
60er Jahre vergeschüttet. Dann wurde der Zugang dauerhaft verschlossen
und über Jahre hatten nur die Fledermäuse einen ständigen
Zugang. Mineraliensammler und Geologen nutzen die Gelegeheit, die Cu-Mineralisation
an den Wänden des steinbruchartigen Areals zu studieren.
Das linke Bild zeigt einen blauen Azurit mit den strahligen, blaugrünen
Aggregaten eines nicht sicher bestimmten Minerals, wahrscheinlich Tirolit.
Im rechten Bild erkennen Sie im Zentrum einen aus großen, grünbraunen
Kristallen bestehenden Olivenit mit randlich der typischen, feinstnadeligen
Ausbildung des gleichen Minerals; (Bildbreiten ca. 3 mm).
|
(Cu5FeS4)
Bornit mit Covellin und Emplektit (Erzanschliff, Bildbreite ca. 2 mm) |
(Cu12As4S13)
|
FeS2
Pyprit als rundliche Aggregate auf Tennantit (Erzanschliff, Bildbreite ca. 2 mm) |
CuFeS2 - und andere Sulfide in sehr kleinen Mengen
Chalkopyrit als Emtmischung im Bornit mit Pyrit (Erzanschliff, Bildbreite ca. 2 mm) |
Mit Ausnahme des Tennantit und Pyrit kommen die Erze nur derb vor. Idiomorphe
Kristalle werden kaum und selten einige mm groß. Diese metallhaltigen
Mineralien waren das Ziel des Bergbaues. Die Erze sind inning miteinander
verwachsen, weshalb die Aufbereitung des Erzes sehr schwierig war. Dabei
ist der Tennantit und Bornit vor dem Pyrit und Chalkopyrit gebildet worden.
Der in der Literatur erwähnte Idait konnte noch nicht nachgewiesen
werden. Der Tennantit enthält geringe Mengen an Silber.
Die Mineralisation weist auf eine recht niedrige Bildungstemperatur
hin. Die entlang der Störungen aufdringenden, bariumhaltigen Hydrothermen
mit den gelösten Metallen schieden die Erze aufgrund der höheren
C-Gehalte im Grenzbereich zwischen Kupferschiefer und Gneis wieder aus.
Der Kupfschiefer ist inzwischen wegerodiert worden, steht aber in der
Umgebung noch flächig an und war in füheren Zeiten der Grund
für zumindest einen Versuchsbergbau.
In Spuren dabei finden sich neben den Erzmineralien die Gangarrten aus weißem Baryt, hellbraunem Dolomit, weißem Calcit und am meisten verbreitet, farblosem Quarz. An vielen Stellen sind die stark absätzigen Erze löchrig angewittert. In diesen Hohlräumen, oft begleitet von primären, angelösten Quarzkristallen wurde eine Vielzahl von grünen und blauen Mineralien der Oxidationszone gebildet:
Die Abbildung zeigt auf dem im frischen Zustand silbrig metallisch glänzenden
Tennantit den blättrigen, grünen Chalkophyllit (nahezu sechseitig
und grün) neben blauem Azurit (Bildbreite ca. 3 mm).
Folgende Sekundärmineralien wurden bis heute sicher nachgewiesen
(Stand 4/2004):
| Arseniosiderit | Malachit
Bildbreite ca. 7 mm |
Aragonit |
| Azurit | Mimetesit | Brochantit |
| Bariumpharmakosiderit | Olivenit
REM-Foto, Bildbreite ca. 0,5 mm |
Serpierit |
| Chalkanthit | Posnjakit
Bildbreite ca. 7 mm |
Ramsbeckit |
| Chalkophyllit | Pyromorphit | Cuprit |
| Chrysokoll | Tirolit | Gips |
| Cornwallit | Goethit | |
Eis (besonders im Winter und stellenweise mit Cu-Sulfaten gefärbt),
Bildbreite ca. 45 cm |
Manganomelan (röntgenamorph) in schwarzen, meist rissigen Krusten | Devillin |
| Hämatit | amorphes Cu-Arsenat | Orthoserpierit |
| Konichalcit | Calcit (als meist weiße bis braune Sinterbildungen von
einigen cm Größe in den Strecken)
Bildbreite ca. 7 cm |
Tennantit, Bornit, Pyrit und Chalkopyrit
(Erzanschliff, Bildbreite ca. 2 mm) |
Diegenit
(Erzanschliff, Bildbreite ca. 2 mm) |
Kupfersulfide als Relikte im Bornit
(Erzanschliff, Bildbreite ca. 2 mm) |
Covellin im Bornit mit aufgeblätterten Glimmeraggregaten
(Erzanschliff, Bildbreite ca. 2 mm) |
Die Mineralneu- und ~umbildung findet stellenweise heute noch statt. Die wahrscheinlich im Jura gebildeten Sulfide (siehe oben) werden von den auf den Gesteinsklüften zirkulierenden Wässern unter dem Sauerstoff der Atmosphäre oxidiert. Dabei bilden sich saure Lösungen die reich an Schwermetallen wie Cu und As sind. Diese reagieren mit den löslichen Gesteinsbestandteilen zu Sulfaten wie z. B. den verbreiteten Gips. In Gegenwart von Arsen und/oder Kupfer entstehen die nahezu allgegenwärtigen blaunen und grünen Krusten.
Hinzu kommen sicher noch weitere Phasen, wenn die komplexen Untersuchungen
(mittels Röntgendiffraktometrie, Mikrosonde, Erzanschliffen usw.)
fortgeführt werden. Nach Abschluss der Arbeiten sollen die Ergebnisse
publiziert werden.
Wenn Sie - d. h. der Leser dieser Zeilen - Mineralien kennen oder
gar haben, die hier nicht aufgeführt sind, dann bitte ich um Mitteilung
oder noch besser um ein Belegstück zur sicheren Analyse.
Besucherberkwerk
Mit der Gründung des Födervereines wurde im Jahr 2000
der Beginn zu einem Besucherbergwerk gestartet. Erschlossen wurde zunächst
die 23m-Sohle mit einer Ausdehnung der Strecken von ca. 400 m für
Besucher. Inzwischen wurde mit den Aufwältigungsarbeiten begonnen
und ein neuer Eingang geschaffen:
Im April 2005 wurde ein weiterer Stollen der tieferen Sohle freigelegt
und das Wasser in den Stollen bzw. Schächten gesümpft. Dabei
konnten weitere, bisher nicht bekannte Stollen und Gänge wie auch
Schächte gefunden werden. Dazu musste der darüber stehende Container
umgestellt werden. Langfristig soll hier der Eingang zum Bergwerk über
ein größeres Bauwerk erschlossen werden.
Nahebei kam es zu einem kleinen Tagebruch neben der Wilhelminenstraße,
der wieder verfüllt werden muss.
Es besteht jedoch Helmplicht!
Wegen weiterer Umbau- und Erschließungsarbeiten sind die Führungen
mit Besuchern erst wieder ab April 2005 möglich. Aber Sie können
sich ja bereits beim Verein für eine Befahrung anmelden: Dienstag,
Donnerstag, Samstag und Sonntag in der Zeit von 10 - 16 Uhr. Und wegen
des mehrfachen Nichtkommens von angemeldeten Gruppen wird eine Vorkasse
verlangt, damit die Anmeldung bestätigt werden kann.
Im April 2005 wurden Neuerungen des Vereins beschlossen: So ist es jetzt unverständlicherwiese nicht mehr gestattet, innerhalb des Bergwerkes zu fotografieren. Es dürfen auch keine Hämmer mitgenommen werden und das Sammeln ist auf einen "Klopfplatz" beschränkt. Der Eintritt wurde auf 3,50 € pro Person angehoben.
Gruppe des Seniorenbüros Hanau vor der Besichtigung des Bergwerkes
am
22.09.2007 nach einer geologisch-bergbaukundlichen Wanderung von
Schöllkrippen, welches man mit dem Zug erreichte.
2006 und 2007 wurden Pläne geschmiedet, über den heute als offene Wasserstelle vorhandenen, früheren Eingang ein Gebäude zu errichten, welches den Zugang zum Bergwerk als auch Ausstellungsräume in Verbindung mit dem Naturpark Spessart schaffen würde. Die Kosten dafür sind entsprechend hoch und kaum vom Verein alleine zu erbringen.
Kupferbergwerk Grube Wilhelmine
Sommerkahl e. V. 2000
Wilhelminenstr. 67
63825 Sommerkahl
Tel.: 0 60 24/63 56 60 (nur
während der Öffnungszeiten bzw. Führungen)
http://www.Bergwerk-im-Spessart.de
Wilhelm Völker (1. Vorsitzender)
Wilhelminenstr. 6
63825 Sommerkahl
Tel.: 0 60 24/37 85
Das Foto stammt von 17.04.2004 und zeigt noch das ursprüngliche
Aussehen der Felswand an der Wilhelmine.
Im Winter 2005/2006 wurde begonnen, die westliche Seite des Bergwerkes zu sichern. Die dorthin führende Strecke wurde ausgemauert. Seit März 2006 wurde begonnen, die hier eingefüllte Versatzmassen auszuräumen. Das dabei zu Tage geförderte, grobstückige Gestein soll zum Mauern weiterer Bauwerke verwandt werden. Dabei wird auch wieder eine Weitung freigeräumt.
Im Außenbereich ist der Bewuchs über der Wand des Tagebaues von den Büschen und Bäumen befreit worden, so dass das ursprüngliche, kahle Aussehen wieder hergestellt wird. 2007 wurde ein überdachter "Tunnel" als Eingang erbaut, so dass ein sicherer Zugang zu den Stollen gegeben ist.
Das Foto vom Tagebau mit der "gesicherten" Wand und dem neuen Eingang
stammt vom 01.05.2007.
Es wird noch ein weiterer tunnelartiger Zugang gebaut. Für
die nächsten Jahre wurd geplant, ein größeres Infocenter
des Naturparkes Spessart hier zu bauen. Darin soll auch eine Ausstellung
über die Region eingerichtet werden.
Im Winter 2007/2008 wurde im Bergwerk und außerhalb weiter gearbeitet.
Man trug weitere Teile der Felswand ab und wird das dabei gewonnene
Material zur Sicherung der Wand verwenden.
Blick auf die abgebaggerte Wand am 18.01.2008
Das Material wurde nach Mauersteinen für den 2. Tunnel durchsucht und dann als Auffüllmaterial im Bereich der Grube verwandt. Leider führte das oberflächennah gewonnene Gestein nur sehr dünne Tapeten aus Azurit, die nach dem Trocknen dann nur ganz hellblau leuchten. Primäre Erze konnten so gut wie nicht aufgesammelt werden. Die Arbeiten hätten bis zum 1.4. 2008 beendet sein sollen, da hier die ersten Führungen stattfinden.
So präsentiert sich die Grube Wilhelmine nach den Umbau- und
Sicherungsarbeiten am 11.10.2008.
2010 wurde der Bau des zweistöckigen Hauses mit den Maßen von
ca. 12 x 12 und einer Anbindung an den Tagebau begonnen. Darin wird es
auch eine Ausstellung des Naturparkes Spessart geben. Der Bergwerkverein
hat inzwischen 190 Mitglieder und das Bergwerk wird jährlich von ca.
5.500 Besuchern besichtigt.
Der wachsende Rohbau am 23.07.2011 und rechts bereits mit Dach am 10.12.2011
Literatur
Autorenkollektiv (1984): Sommerkahl einst und jetzt - 800 Jahre
Dorfgeschichte -.- Hrsg. von der Gemeinde Sommerkahl, 540 S., zahlreiche,
auch farbige Abb., [Herbert Bauer] Goldbach.
FREYMANN, K. (1991): Der Metallerzbergbau im Spessart. Ein Beitrag
zur Montangeschichte des Spessarts.- Veröffentlichung des Geschichts-
und Kunstvereins Aschaffenburg 33, 413 S., zahlreiche Abb. im Anhang,
Aschaffenburg.
LORENZ, J. & SCHMITT, R. T. (2005): Das Kupfererzbergwerk Grube
Wilhelmine in Sommerkahl.- Spessart Monatszeitschrift für die Kulturlandschaft
Spessart 99. Jahrgang, Heft 2 2005, S. 1 - 32, 53 Abb., 2 Tab.,
[Main-Echo GmbH & Co KG] Aschaffenburg.
LORENZ, J. & HIMMELSBACH, G. (2006): Sommerkahl, Kupfererzbergbwerk
Grube „Wilhelmine“.- S. 310 – 311, ohne Abb. in KRAUS, W. [Hrsg.] (2006):
Schauplätze der Industriekultru in Bayern, 1. Aufl., 320 S., zahlreiche
Abb., [Verlag Schnell & Steiner GmbH] Regensburg.
MATTHES, S. & OKRUSCH, M. (1965): Spessart.- Sammlung Geologischer
Führer Band 44, 220 S., Berlin.
OKRUSCH, M. & WEINELT, W. (1965): Erläuterungen zur Geologischen
Karte von Bayern 1:25000 Blatt Nr. 5921 Schöllkrippen.- 327 S.,
[Bayerisches Geolgisches Landesamt] München. OKRUSCH, M., LORENZ,
J. & WEYER, S. (2007): The Genesis of Sulfide Assemblages in the former
Wilhelmine mine, Spessart, Bavaria.- The Canadian Mineralogist Vol. 45,
pp. 723 - 750, 11 fig., 10 tab., Toronto, Canda.
LORENZ, J. mit Beiträgen von M. OKRUSCH, G. GEYER, J. JUNG,
G. HIMMELSBACH & C. DIETL (2010): Spessartsteine.
Spessartin, Spessartit und Buntsandstein – eine umfassende Geologie
und Mineralogie des Spessarts. Geographische, geologische, petrographische,
mineralogische und bergbaukundliche Einsichten in ein deutsches
Mittelgebirge.- s. S. 564ff, 733ff.
OKRUSCH, M., GEYER, G. & LORENZ, J. (2011): Spessart.
Geologische Entwicklung und Struktur, Gesteine und Minerale.- 2. Aufl.,
Sammlung Geologischer Führer Band 106, VIII, 368 Seiten, 103
größtenteils farbige Abbildungen, 2 farbige geologische Karten
(43 x 30 cm) [Gebrüder Borntraeger] Stuttgart.
SLOTTA, RAINER & SCHNEPEL, INGA [Hrsg.] (2011): Schätze der Anden.
Chiles Kupfer für die Welt.- 608 S., Katalog der Ausstellung des Deutschen
Bergbau-Museums Bochum 8. Mai 2011 bis 19. Februar 2012, Veröffentlichungen
aus dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum Nr. 179, sehr zahlreiche,
meist farb. Abb., Tab, Karten und Zeichnungen, [GCC Graphisches Centrum Cuno
GmbH] Calbe.
WEINELT, W. (1984) in WEINIG, H., DOBNER, A., LAGALLY, U., STEPHAN,
W., STREIT, R. & WEINELT, W.: Oberflächennahe mineralische Rohstoffe
von Bayern Lagerstätten und Hauptverbreitungsgebiete der Steine
und Erden.- Geologica Bavarica 86, 563 S., [Bayerisches Geologisches
Landesamt] München.
Kupferbergwerk Fischbach bei Idar-Oberstein
Ein ganz ähnliches, aber deutlich größeres Bergwerk
(Grube Hosenberg) bestand von ca. 1400 bis 1800 in den andestischen Ergussgesteinen
bei Fischbach mit einer einfachen, hydrothermalen Kupfermineralisation
aus Chalkopyrit, Chlakosin, Bornit, Covellin und Digenit, wohl weitgehend
ohne Gangarten. Die Gang- und Imprägnationslagerstätte wurde
in großen Weitungen abgebaut, die in einem Besucherbergwerk (http://www.besucherbergwerk-fischbach.de)
zugänglich sind. Das Berwerk hat einen ganzen Schatz von Besonderheiten:
Aber wie in den meisten Besucherbergwerken ist das Kupfer-Erz von Hand
ausgeschlagen worden und so keines mehr zu sehen.
Das funktionsfähige Nasspochwerk in Fischbach mit den laufenden
Wasserrad und den Gerinnen für den Erztransport als Schlamm (aufgenommen
am 01.03.2009 in Rahmen einer Führung).
Literatur:
WILD, H. W. & BÜHLER, H.-E. (ohne Jahr): Das mittelalterliche
Kupferbergwerk Fischbach (Nahe). Geologie, Geschichte, Gewinnung und Verhüttung
der Kupfererze.- 32 S., 21 teils farb. Abb., Förderverein Historisches
Kupferbergwerk Fischbach e. V., [Prinz-Druck GmbH] Idar-Oberstein.
WILD, H. W. (ohne Jahr): Ein Bergwerk erwacht zu neuem Leben. 30
Jahre Historisches Kupferbergwerk Fischbach.- 174 S., einige farb. und
SW-Abb., Hrsg. vom Förderverein Historisches Kupferbergwerk Fischbach
e. V. [Digitaldruck von Papierflieger Offsetdruck GmbH] Clausthal-Zellerfeld.
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