Der Rhyolith ist gut geklüftet und zeigt besonders in den westlichen
bis nordwestlichen Teilen des Bruches eine meist säulige Absonderung.
Die polygonalen, meist drei- bis sechseckigen Säulen sind gewöhnlich
unregelmäßig und zwischen 25 und 40 cm dick. Im März 1990
wurde auf der 3. Sohle eine nur ca. 5 m breite Partie angefahren, bei der
die Säulen übergangslos, plötzlich nur noch ca. 10 cm Durchmesser
hatten.
Die bevorzugte Richtung der Klüfte ist identisch mit denen der Erzgänge
- NW - SE. Sie fallen steil ein, normalerweise 80 bis 90°. Aufgrund der
guten Klüftung sind große Blöcke nicht zu gewinnen. Sie erreichen
selten mehr als 2 m³ Größe und sind auch dann von zahlreichen
Klüften durchsetzt. Mit dem bloßen Auge kluftfreie Stücke
sind lediglich dm³ groß. Fast alle Klüfte sind mehr oder
weniger mit hübschen Fe-Mn-Dendriten
überzogen.
Dendriten aus Todorokit und/oder Kryptomelan auf weißlichem Rhyolith
(Bildbreite ca. 28 cm)
Die Partien, die intensiv hydrothermal umgewandelt sind (grau mit hellen bis weißen Schlieren und Flecken), lassen keine ausgeprägte Klüftung oder säulige Absonderung erkennen.
Harnische sind als selten anzusehen. Dünn mit Baryt, Hämatit und etwas Calcit belegte, deutlich gestreifte Harnische
konnten auf der 2. Sohle beobachtet werden. Da sie nur im abgesprengten Haufwerk
zu belegen waren, konnten sie nicht eingemessen werden. Der Belag aus Baryt
- ohne die sonst typischen Mineralien - spricht für eine N-S Streichrichtung
und ein sehr steilen einfallen, wie es auf dem höchsten Punkt der 1.
Sohle zu sehen war.