X e n o t i m - ( Y )
Y[PO4]
Bei den kleinen, glasglänzende, gelblichbraune, prismatische Kriställchen
in einer mit Chalcedon ausgekleideten Druse einer typischen Lithophyse,
die auf einem weißen Quarz-Rasen sitzen, handelt es sich um Xenotim.
Nachdem eine weitere Geode mit dem gleichen Mineral gefunden wurde, erfolgte
die Bestimmung durch eine qualitative Mikrosondenanalyse. Dabei konnten
hauptsächlich Phosphor und Yttrium neben etwas Fe und Ce nachgewiesen
werden. Als weitere Elemente fanden sich noch >1%: Co, Ni und W. Unter
Berücksichtigung der Kristallform handelt es sich um Xenotim-(Y).
Er wird von Quarz, Hämatit
und Illit begleitet.
Es ließ sich auch eine deutlich erhöhte Aktivität -
trotz der geringen Substanzmenge - feststellen. Dies dürfte von einem
geringen U- oder/und Th-Gehalt herrühren.
C h e r n o v i t - ( Y )
Y[AsO4]
Direkt auf kleinen, hochglänzenden Braunit-Kristallen
(fast reiner Mn-Braunit) von der 4. Sohle fanden sich kleine gelblichbraune
Täfelchen aus Chernovit-(Y). Die Stücke stammen alle aus einem
kleinen Bereich des südlichen der beiden Erzgänge. Die selten
auftretenden Stellen wurden aus dem "Kokardenerz" des Mn-Erzganges aus
Braunit und den Gangarten Calcit/Kutnahorit
mittels verdünnter HCl herausgelöst.
Auf den max. 1 mm großen Braunit-Kristallen
fanden sich dann zerstreut, nur bis zu 0,1 mm große, meist quadratische
Täfelchen, die zuerst an tafeligen Baryt erinnern. Die Chernovit-Kriställchen
sind im Zentrum deutlich verdickt (man könnte es als Andeutung einer
ganz flachen tetragonalen Bipyramide deuten), klar, stark glänzend
und von honigbrauner Farbe. Eine Fluoreszenz ist weder bei kurzwelligem
noch bei langwelligem UV-Licht zu beobachten. Der geringe Urangehalt verursacht
eine leichte Radioaktivität, die jedoch bei der Kleinheit und Verstreutheit
der Kristalle kaum über dem Hintergrund erscheint (1 Bq/6 cm2).
B e r g s l a g i t
CaBe(OH/AsO4)
Das sehr seltene Mineral bildet kleine, rundliche, dunkelgraubraune
Kristalle auf Illit und Kutnahorit
(?). Sie erreichen nur Größen von 0,1 mm Größe. Die
Kristalle sitzen auf Illit, der randlich durch Manganomelane dunkel gefärbt
ist. Die hochglänzenden Kristalle sitzen in einer kleinen Spalte innerhalb
der nur mm-dicken Illit-Kluftfüllung. Das einzige Stück stammt
von der 3. Sohle.
Während einer Exkursion der VFMG-Gruppe aus Stuttgart im Sommer
1995 wurde im Bereich des Steinbruches ein weiteres, sehr seltenes Arsenat
gefunden. Es handelt sich um Bergslagit, welches aufgrund von röntgendiffraktometrischen
wie auch chem. Analysen gesichert wurde (KOLITSCH 1996). Die verfeinerten
Gitterkonstanten der Probe betragen a=4,884(2), b=7,806(2), c=10,121(2)
Å und ß=89°55(2)'. Das Mineral zeigt keine Fluoreszenz.
Die EDX zeigte ein Verhältnis von Ca und As von 6:5. Das Mineral kann
sicher leicht mit dem Mn-Arseniosiderit verwechselt werden.
Sailauf ist somit der 4. Fundort weltweit, an dem das Calcium-Beryllium-Hydroxyl-Arsenat
gefunden wurde. Es ist auch in Sailauf äußert selten und konnte
vom Autor bis heute nicht selbst gefunden werden.
C o r n w a l l i t
Cu5[(OH)2/AsO4]2
Neben Chrysokoll und Chalkosin
konnte eine kleine Druse von 2 x 1 mm Größe mit einem smaragdgrünen,
glaskopfartigen, transparenten Mineral beobachtet werden. Aufgrund einer
RFA, bei der Cu und As (und in Spuren Fe und Mn) gefunden wurde, handelt
es sich um Cornwallit. Es sitzt teilweise auf rissigem Chrysokoll. Der
Fund stammt von der 1. Sohle.
T i l a s i t CaMg[F/AsO4]
Im Calcit und meist auch im Kutnahorit
bildet der seltene Tilasit leistenförmige, flachrhomboedrischen bis
quadratischen Querschnitt besitzende Kriställchen (sie erinnern an
Titanit weil Isotypie). Sie sind in kleinen Kriställchen farblos bis
weiß, in größeren Massen oder Kristallen hell- bis dunkelbraun
mit einem deutlichen Grünstich bis hin zu einem olivgrün. Die
Kristalle heben sich deutlich durch ihren lebhaften Glasglanz von den Carbonaten
ab. Auch werden zonar gefärbte Kristalle oder Aggregate - im Kern
braun und außen von einer weißen Schicht überzogen und
umgekehrt - beobachtet.

Die meist länglichen Kristalle erreichen bis zu 3 mm Länge
bei einem Durchmesser von bis zu 1 mm. Flächen von einigen cm2 können
damit überwachsen sein. Größere Einzelkristalle sind meist
rissig und lassen sich nur schwer ohne Beschädigung gewinnen. Senkrecht
zur Kluft stehende, parallele, hellbraune Massen füllen bis zu 5 mm
breite Klüfte völlig aus.
Die idiomorphen Kristalle oder -rasen sind nur sehr selten in Drusen
frei aufgewachsen; in der Regel sind sie mit HCl oder anderen Säuren
aus den Carbonaten zu lösen.
Eine Fluoreszenz unter UV-Licht beider Wellenlängen tritt nicht
auf. Als weitere Begleitmineralien treten noch Powellit,
Braunit,
Hämatit,
Brandtit
und Illit auf. Seltener ist farbloser
Quarz. Das Vorkommen ist ausschließlich an sehr schmale (<2 cm),
salbandnahe Carbonat-Gänge der 4. Sohle gebunden. In der südlichen
Störung wurden sie nicht beobachtet! Insbesondere in den auskeilenden
Partien sind gute Kristalle zu beobachten. Es wurde nur in einer Zone gefunden,
die sich bis zu 2 m in die 4. Sohle erstreckt. Das sehr unscheinbare Mineral
(Lupe notwendig) findet sich auch in den durch wenig, dünne Carbonat-Gängchen
verkitteten, bis zu 10 cm mächtigen, sehr brekziösen Gangteilen.
Der Tilasit sitzt meist nicht auf dem Rhyolith, sondern ist durch eine
dünne Carbonatschicht von diesem getrennt, so dass das Herauslösen
mit Säuren sehr vorsichtig erfolgen muss.
Gangfüllungen aus Tilasit mit Calcit und Mn-Calcit zusammen mit
etwas Hämatit im
Rhyolith; rechte Hälfte angeschliffen und poliert, Bildbreite
ca. 14 cm
Es ist auch zu erkennen, dass die Bildung mindestens zweimal in den Gängen der folgte. In einem Fall füllt feinkörniger, dunkelbrauner Tilasit mm-breite Klüfte im Rhyolith. Auch bis zu 1 cm große Butzen aus körnigen Massen finden sich ich den Carbonaten Calcit und Kutnahorit. Gemeinsam mit 0,5 mm dickem Hämatit als radialstrahlige, glaskopfartige Massen findet sich als Zwickelfüllung reichlich Tilasit mit und im weißen oder farblosen Calcit, Todorokit und etwas Braunit.
Auf nassen Stücken ist Tilasit praktisch nicht zu erkennen, da es nur aufgrund seines Glanzes auffällt - d. h. bei Regen bestehen keine Fundaussichten. Gutes Licht - am besten Sonnenschein ist ein weiteres Hilfsmittel. Auch besteht eine Verwechselungsmöglichkeit mit feinkörnigem, braunem Mn-Calcit, insbesondere in der Paragenese mit Hämatit!
Tilasit wurde bereits im August 1992 als sehr stark angelöste,
glasige braune Masse von 1 cm Größe zwischen Todorokit und Braunit
auf der 3. Sohle gefunden. Die rissigen Körner besitzen einen dunklen
Rand mit einem hellen Kern.
A p a t i t Ca5[F/(PO4)3]
In den Quarzdrusen der Lithophysen
und in Klüften des verkieselten Rhyoliths der 1. Sohle können
bisweilen cm2-große Rasen weißer bis rosafarbener, sechseckiger,
tafelig-gedrungener Apatit-Kristalle gefunden werden. Die undurchsichtigen
Täfelchen sind bis 0,15 mm dick und messen bis zu 0,5 mm im Durchmesser.
Sie zeigen keine zusätzlichen Flächen an den sechseckigen Prismen.
Der Apatit wird meist von Hämatit,
Quarz und Illit begleitet. Die auffällige
Färbung wird wahrscheinlich durch eine submikroskopische Durchstäubung
mit Hämatit verursacht.
0,5 mm lange und 0,1 mm weiße, sechskantige Apatit-Leistchen auf Illit wurden in der Erzzone der 3. Sohle gefunden. Die Kristalle sitzen meist nur sehr lose auf und können schon bei der Reinigung der Stücke abgewaschen werden. Das Vorkommen von Apatit auf der 3. Sohle ist erstaunlich, da sonst in diesem Bereich Arsenate vorkommen.
Zwischen und auf strahligem Todorokit
als bis zu 3 mm dicke Kluftfüllung von der Nordwand der 4. Sohle.
Die sechseckigen, prismatischen Kristalle werden von der Basis begrenzt.
Die Größe liegt bei 0,02 mm. Es ist ein sehr intensive grüne
Fluoreszenz bei Bestrahlung mit kurzwelligem UV-Licht zu beobachten. Mögliche
Ursache ist ein geringer Gehalt an U, der aus dem darunterliegen U-haltigen
Todorokit (bis zu 25 Bq/6 cm2) herrührt.
F e r r a r i s i t
Ca5H2(AsO4)49·H2O
Im weißen Calcit von der 3.
Sohle finden sich seltener kleine Drusen, die mit farblosen Quarzkristallen
ausgekleidet sind. Auf diesen sitzen weiße, aus kleinen Blättchen
bestehende Pseudomorphosen eines Ca-Arsenates nach einem unbekannten Mineral.
Die Blättchengröße liegt bei ca. 0,01 mm. Das Mineral ist
sehr empfindlich und kann schon durch eine Reinigung im Ultraschallbad
zerstört werden. Als einziges Begleitmineral tritt Arseniosiderit
auf.
B r a n d t i t Ca2Mn[AsO4]·2H2O
Der monoklin kristallisierende Brandtit wurde 1888 von A. E. NORDENSKJÖLD
als neues Arsenat von der Harstigen-Grube bei Persberg, NE Karlstadt in
Schweden beschrieben. Es ist isotyp mit Roselit und Wendwilsonit. Das Mineral
wurde zu Ehren des schwedischen Chemikers Georg BRANDT (1694-1768), der
1735 das Element Kobalt entdeckte, benannt.
Im Rhyolith von Sailauf findet sich Brandtit in Hohlräumen der Manganerzgänge, besonders der nordwestlichen Teile. Hier ist der Anteil der Erzminerale in der Brekzie geringer als in den südwestlichen Teilen. Er wird von Calcit, Braunit, Kutnahorit, Dolomit, Aragonit und Illit begleitet. Der ehemals in den Hohlräumen vorhandene Anhydrit wurde vor der Ausscheidung des Brandtits weggelöst.

Einzelne, meist tafelige, bis max. 2 mm große Kristalle, sind
farblos bis weiß, durchsichtig bis durchscheinend und oft zu rosettenartigen
Aggregaten verwachsen. Selten werden flachnadelige, zu Aggregaten gruppierte,
weiße Kristalle beobachtet, die im Bruch dann ein strahliges Aussehen
aufweisen. In Hohlräumen finden sich dann ganze Rasen von kleinsten
Kristallen. Sie können mit dem gleichfalls vor kommenden Illit verwechselt
werden.
Weiße, kugelige Aggregate werden bis 5 mm groß und wurden
auch mit bräunlichgelber Farbe gefunden. Die Spaltstücke sind
dann nur durchscheinend. Partien mit drusiger Erzbrekzie können ganz
mit Brandtit durchwachsen sein und 4 cm Durchmesser erreichen. Im Handstück
erinnert das Aussehen an Stilbit!
Im weißen, körnigen Calcit der 3. Sohle eingewachsen, konnten
bis zu 3 x 1 cm große, strahlig-nadelige, schmutzigweiße Brandtit-Aggregate
gefunden werden. Die Nadeln werden bis zu 6 mm lang und sind sehr brüchig
- aber deutlich fester als der ebenfalls faserig auftretende Calcit. Außer
Calcit wurden keine weiteren Begleitminerale beobachtet.
Ebenfalls auf der 4. Sohle konnte in ähnlicher Paragenese wie bei
früheren Funden (Calcit, Kutnahorit, Braunit, Illit, Seladonit,
Mn-Calcit,
Aragonit, Quarz - aber diesmal auch mit dem Mn-Analogon
zu Arseniosiderit!) idiomorphe Kristalle aus blättrigem Brandtit
gefunden werden. Die tafeligen, transparent weißlichen Kristalle
erreichen max. 5 mm, die im Bruch radialstrahligen Aggregate oder Büschel
erreichen die gleiche Größe. Sie füllen dann oft ganze
Spalten aus. Strahlig-nadelige Büschel aus sehr dünnen, langen
Täfelchen erreichen eine Länge von bis zu 6 mm.
Auffallend ist wieder, das randnahe Vorkommen im dunklen, von weißen
Calcit-Adern durchzogenen Rhyolithes im Bereich des an Erz (insbesondere
Braunit) sehr armen Ganges. Ein gutes Anzeichen für Paragenese ist
das Auftreten von farblosem, nadeligem Aragonit!
Farblose bis schmutzig-weiße Brandtit-Täfelchen konnten auf
den Chalcedon-Auskleidungen
der Calcit-Drusen auf der 4. Sohle gefunden. Sie erreichen 0,3 mm Größe.
Auf dünnen Kluftflächen innerhalb des Calcit-Ganges konnte
in der Erzbrekzie neben Chalcedon-Rosetten auch rundliche Aggregate aus
farblosen Brandtit-Täfelchen beobachtet werden. Sie bedecken Flächen
bis zu einigen cm2. Der Fund stammt von der 4. Sohle.
Dicktafelige Brandtit-Kristalle bilden rundliche Aggregate, die bis
zu 1 cm Größe erreichen. Auch strahlige Massen in gleicher Größe
wurden gefunden (Fund A. MOHRHARD, Aschaffenburg).
Die schwarzen Partien, die die Calcit-Gänge in dm-Mächtigkeit
begleiten, führen ein dichtes Adernetz aus mit weißem Illit
belegten Klüften. Das Gestein ist teils sehr weich bis unglaublich
fest. Partienweise treten in Klüften und in Drusen reichlich Brandtit-Massen
als bis zu 5 mm dicker Überzug auf. Rundliche Aggregate erreichen
bis zu 1,5 cm Durchmesser. Die blumenkohlartigen, braunen Aggregate besitzen
dann eine matte Oberfläche, da die Endflächen nicht glänzen.
Die Aggregate bedecken Flächen von bis zu 10 cm2. Einzelne Täfelchen
sind spitz zulaufend oder nadelig ausgebildet. Die blättrigen Aggregate
bilden farblose Täfelchen, runde Aggregate und dichte Überzüge.
Sie erreichen bis zu 5 cm2 Fläche (Sammlung MÜLLER, Sailauf)!
Die oft nur sehr lose aufsitzenden Büschel lassen sich nur schwer
bergen. In den Calcit-Drusen des Ganges waren die rundlichen Aggregate
oder Kristalle oft besser und fest aufgewachsen. Brandtit ist hier als
sehr häufig anzusehen. Als Begleitmineralen treten weißer Calcit,
schwarzer Braunit mit Hausmannit
im Kern, rosa Kuntnahorit, dunkelbrauner
Arseniosiderit,
schwarzer Mn-Arseniosiderit,
etwas farbloser Fluorit und selten etwas Hämatit auf. Bemerkenswert
ist, dass die besten Stücke immer gemeinsam mit Erzlinsen aus Hausmannit/Braunit
gefunden werden konnten.
Im Anstehenden konnten nochmals zahlreiche Drusen aus dem sehr weichen,
stark zersetzten Teil der Störung geborgen werden. Der Brandtit ist
hier als mm-dicker Überzug fast aller Hohlräume anzutreffen.
Es wurden Drusen bis zu 5 cm Größe gefunden, die völlig
mit Brandtit überwachsen waren. Auch bis zu cm breite Klüfte
ohne Hohlräume waren damit gefüllt. Man kann fast sagen, daß
Brandtit "gesteinsbildend" auftritt!
Als weitere Form wurden weiße, feinnadelige Büschel - sie erinnern an Natrolith - gefunden. Die dann oft gebogenen flachen, farblosen Nadeln zeigen als Aggregat den typischen Seidenglanz. Sie erreichen Längen bis zu 1,3 cm und finden sich in Calcit-Drusen. Wirre, fast faserige Aggregate erreichen Größen bis zu einigen cm und sind oft innig mit Calcit verwachsen. Diese Verwachsungen können dann einen Teil des Kluftinhaltes in bis zu 2 cm Stärke bilden. Bis zu 5 cm große Drusen konnten gefunden werden, die völlig mit den wirren Brandtit-Aggregaten überzogen sind (Sammlung SCHUSTER, Schöllkrippen). Auf sehr feinen Klüften findet man auch dünne, seidig glänzende Kluftbeläge zusammen mit wenig Calcit.
Zusammen mit reichlich Kutnahorit als bis zu 10 cm breiter Gang wurden
weitere Drusen geborgen, die bis zu 5 cm große, fast derb erscheinende,
weiße Brandtit-Aggregate als Gemenge aus weißen Tafeln und
reichlich Illit führten. Die Reinigung erwies sich als problematisch
infolge der sehr weichen Verwachsung mit Illit.
Oft sind alle Hohlräume aus Calcit-Kristallen und ehemaligen Anhydrit-Füllungen
völlig mit Brandtit ausgekleidet oder gefüllt. Weitere Begleitmineralien
fehlen auffälligerweise.
P h a r m a k o l i t h
CaH[AsO4]·2H2O
In einer Calcit-Druse von der 3. Sohle finden sich 0,1 mm lange, farblos
bleibende, dünne Nädelchen mit hohem Glanz. Sie sind zu sternförmigen
Aggregaten gruppiert und erinnern an Mixit. Neben einem nicht näher
bestimmbaren Manganoxid sind keine weitere Begleitminerale aufgetreten.
Die Unterscheidung zu Aragonit ist schwer; Aragonit bildet spitzzulaufende
Kristalle; Pharmakolith-Nadeln sind leistenförmig und zeigen Spaltflächen.
Auf Klüften im Bereich der Flecken aus ged. Arsen sind oft farblos bis weiße, nadelige, auch radialstrahlige bis kugelig-igelige, bis zu 10 mm große Pharmakolith-Aggregate aufgewachsen. Damit können dm2-große Flächen belegt sein. Die meisten Aggregate sitzen aber nur lose auf und lassen sich nicht bergen. Die Spitzen der Nadeln sind meist farblos. Sie kommen auch als Büschel oder weiße bis schmutzige Nadelfilze vor. Die Nadeln sind bis zu 3 mm lang und 0,1 mm dick. Seltener wurden bis zu 1 cm große, dendritische, weiße Pharmakolith-Aggregate beobachtet. Als Begleitmineral tritt Arsenolith auf.
Interessant ist die recht grüne Fluoreszenz beim Bestrahlen mit
kurzwelligem UV-Licht. Bei langwelligem UV-Licht tritt sie nur sehr schwach
auf. Möglicherweise wird sie durch U verursacht, welches ja mit dem
ged. Arsen gemeinsam vorkommt.
P i t t i c i t
Fe23+[OH/AsO4/SO4]·nH2O
In Klüften mit Calcit innerhalb des Erzganges von der 3. Sohle,
wo nur spärlich Braunit vorkam, konnte ein mit Schrumpfrissen durchzogenes,
rotbraunes bis braunes, amorphes Mineral gefunden werden. Die rundlichen
Pusteln auf Calcit erreichen 0,5 mm, Spaltenfüllungen 1 mm Größe.
Die pechartig glänzenden Massen überziehen teils den Arseniosiderit
oder sind darin eingewachsen.
In den Flecken von der 3. Sohle kommt Pitticit neben Arseniosiderit als ebenfalls rotbraune bis braune, rissige Masse vor. Die Größe reicht bis zu 2 cm². In Hohlräumen wurde dünn schuppiger Arseniosiderit abgeschieden.
Zwischen den strahligen Arseniosiderit-Aggregaten konnten auf der 4. Sohle reichlich derber, teils rissiger Pitticit gefunden werden. Die Partien erreichen bis zu 5 mm Größe und finden sich in der Regel in der Nähe der großen Braunit- und Hausmannit-Einschlüsse im Calcit.
Ein glaskopfartiges Mineral welches an Arseniosiderit erinnert, wurde auf der 3. Sohle zwischen Hämatit in einer bräunlichen Kluft gefunden. Die Dicke liegt bei 0,5 mm und die Größe bei 3 x 3 mm. Pitticit sitzt auch als glasiger, amorpher, lackartiger Überzug As-nah auf hellem Rhyolith.
Eine erneute Untersuchung einer Phase aus einer Calcit-Druse mit Arseniosiderit
an einem anderen Stück von der 4. Sohle erbrachte ebenfalls keine
verwertbaren peaks, so dass die Phase als völlig amorph anzusehen
ist.
B a r i u m p h a
r m a k o s i d e r i t BaFe4(AsO4)3(OH)5·5H2O
Auf den Quarz-Rasen in Hohlräumen des bräunlichen Baryts
der 1. Sohle oder innerhalb von Chalcedon-Knollen (Lithophysen)
fallen selten bräunliche bis gelbe, mm große Pusteln auf. Bei
näherer Betrachtung bestehen sie aus bis max. 0,05 mm großen,
schmutzig- bis schwefelgelben, oft durchsichtigen, würfelähnlichen
Kristallen. Es kommen auch Pseudotetraeder und Kombinationen zwischen "würfel"-
und pseudotetraeder-ähnlichen Kristallen vor. Es handelt sich hierbei
um den zuerst von der Grube Clara bei Oberwolfach im Schwarzwald beschriebenen,
tetragonalen Ba-Pharmakosiderit. In Sailauf wurde er als letztes Mineral
ausgeschieden, ist meist auf Quarz und seltener auch teilweise auf Hämatit
aufgewachsen. Das Mineral könnte als deszendente Bildung aus dem darüberliegenden
Zechstein angesehen werden, da es nur in den oberflächennahen Partien
aufzufinden war.
In einem Hohlraum mit schwarzem, strahligem Todorokit sind in und neben diesem, kleine (<0,1 mm) würfelige, hellgrüne bis gelbgrüne Kriställchen aufgewachsen. Sie sind zu kleinen Häufchen aggregiert. Weitere Begleitminerale wurden nicht gefunden.
Im Bereich der dunklen Höfe um ehemals vorhandenem ged. Arsen wurden auch einige, wenige mm²-große Fläche mit Ba-Pharmakosiderit-Kristallen angetroffen.
In der Paragenese des Arseniosiderites der Ostwand der 3. Sohle, fanden sich neben diesem, Kristallrasen und nierig-traubige, glaskopfartige Massen aus gelblich-grünen Ba-Pharmakosiderit. Die schaligen Überzüge bestehen randliche zum Teil aus kombinierten, tetraederähnlichenen Kristallen. Die glänzenden, idiomorphen Kriställchen werden bis zu 0,03 mm groß und damit belegte Flächen erreichen bis zu 5 mm Durchmesser. Begleitminerale sind kleine Hämatit-Schüppchen und Überzüge aus schuppigem Illit.
Gelbe, bis zu 0,5 mm große Kristalle neben zersetzten Hämatit-Kristallen
wurden in Lithophysen auf Quarzkristallen gefunden. Die besten Stufen finden
sich in der Sammlung Erich SVOJANOVSKI, Haibach.
A r s e n i o s i d e
r i t Ca3Fe3+4[(OH)6/(AsO4)4]·3H2O
Schuppige, bronzefarbene goldbraune bis braune, gitterartig verwachsene
Blättchen mit seidigem Glanz, die auf Calcit
aufgewachsen sind konnten als Arseniosiderit bestimmt werden. Er findet
sich auch in Form kleiner rosettenartiger Aggregate und Krusten, die meist
auf Calcit sitzen und füllt bis cm große Hohlräume und
Spalten hauptsächlich in den Braunit armen, Mn-Calcit
und Hausmannit führenden
Partien der 3. Sohle. Selten tritt er in Kavernen im derben Braunit auf.
Verbliebene Drusen können ihrerseits mit braunem Montmorillonit gefüllt
sein. Von dünnen Rasen überwachsener Calcit bekommt dadurch einen
gelblichen, samtenen Schimmer.
Vom Todorokit, der sehr häufig vorkommt, ist der Arseniosiderit
manchmal nur schwer zu unterscheiden. Hilfreich sind die Farbe und die
Paragenese.

Arseniosiderit wurde schon 1984 aufgefunden und als "... winzige Pusteln
eines braunen Minerals ...Es wird von Schrumpfungsrissen durchzogen ..."
beschrieben (LORENZ 1987), konnte aber damals aufgrund fehlender analytischer
Möglichkeiten bzw. wegen der winzigen Menge nicht bestimmt werden.
Im Sommer 1991 wurde die Hämatit und Braunit nebeneinander führende
Erzzone weiter abgebaut. Sie bestand aus einer ca. 1 m mächtigen Ruschelzone
in der mittig ein ca. 0,3 m starker Mn-Erzgang aus Braunit
und Todorokit zu beobachten
war (besonders im oberen Teil, an der Grenze zur 2. Sohle). Zu Beginn des
Winters 1991 keilte sie aus. Erstaunlicherweise fand sich hier ebenfalls
Arseniosiderit neben den Mineralien Braunit, Todorokit, Quarz,
Goethit,
stark verwittertem Siderit und Hämatit.
Der Arseniosiderit tritt in stark glänzenden, dunkelbraunen bis schwarzen
- einen rötlichen Stich besitzenden - Kristallen und Kristallaggregaten
auf und bildet auch stumpfe, bräunliche, faserige Krusten in rundlichen
Gebilden. Auch geldstapelähnliche Kristallaggregate wurden gefunden.
Sie finden sich meist auf der Südseite des Mn-Erzganges, zwischen
dem löchrigen Braunit-Trum und dem Hämatit durchwirkten, brekziösen
Nebengestein.
Hier fand sich neben Limonit auch eine Paragenese mit gelbem, kugeligem Goethit, auf dem Krusten von Arseniosiderit auskristallisiert sind. Es handelt sich entgegen des Aussehens nicht um das Mn-Analogon zu Arseniosiderit! Es ist aufgrund der röntgendiffraktometrischen Bestimmung eindeutig als Arseniosiderit anzusprechen.
Aufgrund visueller Merkmale ist die Abgrenzung vom Mn-Analogon zu Arseniosiderit fast nicht möglich; es besteht Verwechslungsgefahr mit Todorokit (mehr silbergrau und blättrig), Hämatit (ist mehr rötlich), Braunit ("oktaedrische" Kristalle, aber es gibt auch "oktaedrischen" Arseniosiderit, siehe weiter unten!), blättriger Arseniosiderit (ist mehr golden bis bräunlich) und Goethit (Paragenese mit Hämatit und Limonit, meist bunte Anlauffarben).
In den weiß bis gelblich umgewandelten Randbereichen der Mn-Erze zum Nebengestein - dort wo der Hämatitgang kreuzt - fallen gelbliche bis grünliche, aber auch braune, 0,1 mm kleine, "oktaederähnliche" Kriställchen auf. Sie sind stark glasglänzend und finden sich oft als Kristallrasen in der Nähe von Braunit-Kriställchen. Begleitminerale treten auf: blättriger Arseniosiderit, derber und strahliger Calcit. Die Kriställchen sind durchscheinend bis durchsichtig.
Beim Blick durchs REM ist sehr deutlich die "oktaedrische" Form der Kristalle zu beobachten. Die Untersuchung mit der Mikrosonde erbrachte nur die Elemente As, Fe und Ca. Die rötgendiffraktometrische Untersuchung ergab auch hier, dass es sich um Arseniosiderit handelt!
Neben ged. Arsen, Uranospinit und Zeunerit ist manchmal auch schuppiger Arseniosiderit, in bis 0,5 cm² großen Flächen, zu beobachten. Solche, wie "rostige" Flecken aussehende Bildungen konnten auch nur aus Arseniosiderit, ohne weitere Minerale, auf den Klüften des zersetzten Rhyolithes bis zu einer Größe von 5 cm gefunden werden. Neben radialstrahligem, dunkelbraunem Arseniosiderit kam hier nur Pitticit vor.
Der drusenreiche Calcit-Gang der 4. Sohle führte neben reichlich Kutnahorit, Dolomit, Fluorit, etwas Braunit und Quarz partienweise samtige Arseniosiderit-Aggregate. Im Bruch sind die grau-metallisch glänzenden, mm-großen Aggregate radial-strahlig aufgebaut. In Hohlräumchen überwächst faseriger Calcit als letzte Bildung die Mineralien.
Neben Kutnahorit, Braunit,
Brandtit
und Calcit konnte erneut schwarzer (!)
Arseniosiderit im Bereich des erzarmen Teiles der Störung auch auf
der 4. Sohle bestimmt werden. Die schwarzen Kristalle erreichen max. 1
mm. Ausgekleidete Drusen mit dem fast glaskopfartigen Material als Überzug
werden bis zu 5 cm groß. Darüber sind dann oft weiße,
"faserige" Calcit-Kristalle aufgewachsen.
In der Paragenese des Brandtits konnten auf undeutlichen, kleinen Drusenauskleidungen
aus Kutnahorit-Kristallen zahlreiche, nur recht kleine (<0,5 mm), schwarze
aber stark glänzende Kristalle Arseniosiderits gefunden werden. Die
entfernt an kurzsäuligen Turmalin (oder besser Cronstedtit) mit drei-
oder sechsakantigem Habitus erinnernden Kriställchen sind oft zu Gruppen
aggregiert, was die Erkennung der Form erschwert. Die Basis ist meist um
120° gedreht, wodurch eine Form gebildet wird, die an Calcit erinnert.
Die Kristalle sind meist einseitig keilförimig verjüngt und oft
sind mehrere solche Kristalle, leicht versetzt und etwas gedreht miteinander
verwachsen.
Auf Kutnahorit sitzende Rasen aus winzigen, dicht nebeneinander sitzenden
Kristallen bilden bis zu dm2-große Flächen auf braunem Kutnahorit;
am Rand sind die idiomorphen Kristalle oft bräunlich und durchscheinend.
In Drusen mit weißem Calcit erreichen die hochglänzenden,
völlig schwarzen Kristalle Größen bis zu 1 mm. Das Erkennen
der Form wird durch den lebhaften Glanz erschwert - beim flüchtigen
Hinsehen kann man sie für Hämatit halten! Als Begleitmineralien
treten untergeordnet auf: Quarz, gelblicher Arseniosiderit, Kutnahorit.
"Fe-A r
s e n i o s i d e r i t"
Mit Kutnahorit, Brandtit
und Calcit konnte ein bemerkenswerter,
sailaufitähnlicher Kristall zwischen im Bereich des erzarmen Teiles
der Störung auf der 4. Sohle geborgen werden. Die schwarzen Kristalle
des Fe-Arseniosiderits erreichen max. 1 mm bei einem "cronstedtitähnlichen",
kurzsäuligen Habitus. Die Kristalle bestehen oft aus einer trigonalen
Pyramide, die einseitig verjüngt ist und meist sind mehrere Individuen
etwas versetzt verwachsen. Sehr kleine, gut ausgebildete Kristalle von
brauner Farbe können durchscheinend sein. Bis zu 5 cm große,
ausgekleidete Calcit-Drusen enthalten das Mineral als "körnigen" bis
nahezu glaskopfartigen Überzug. Darüber sind dann oft weiße,
"faserige" Calcit-Kristalle aufgewachsen.
In der Paragenese des Brandtits konnten auf undeutlichen, kleinen Drusenauskleidungen
aus Kutnahorit-Kristallen zahlreiche, nur recht kleine (<0,3 mm), schwarze
aber stark glänzende Kristalle des Arseniosiderits gefunden werden.
In dem an Kutnahorit und Calcit sehr reichen Gang auf der 4. Sohle konnte
trotz des erst winterlichen und dann sehr regenreichen Wetters des Spätherbstes
1993 reichlich schwarzer Arseniosiderit gefunden werden. Es überzieht
in Drusen Flächen von einigen cm2 mit einem dunklen, kristallinen
Überzug und wird seinerseits oft von wenigen weißen Calcit-Büscheln
überwachsen. Die Kristalle sind denen von Cronstedtit zum Verwechseln
ähnlich!
Auch metallisch blaue Kriställchen wurden beobachtet. Ob es sich
um eine Veränderung der chem. Zusammensetzung oder um eine Anlauffarbe
handelt, konnte nicht ermittelt werden.
S a i l a u f i t
(Ca, Na, [])2(Mn3O2(AsO4)2(CO3)·3H2O
Bei einigen Proben aus den Hausmannit
führenden Partien fielen unter dem Mikroskop kleine (>0,5 mm), schwarze,
dunkelbraune bis rotbraune, stark glasglänzende, tafelige, sechseckige
Kristalle des späteren Sailaufit auf. Sie sind nach {100} vollkommen
spaltbar. Dünne Spaltstückchen sind rötlich durchscheinend.
Das Mineral kommt gemeinsam mit Arseniosiderit,
Hausmannit, Kutnahorit, Dolomit,
Quarz,
auf Calcit in Klüften und Hohlräumen
des Mn-Calcits oder in schmalen
Klüften des derben Hausmannits vor. Braunit oder Manganit fehlen meist
in der Paragenese. In größeren Mengen wurde der Sailaufit erstmals
im März 1989 auf der 3. Sohle angefahren. Der früheste Nachweis
stammt von der 2. Sohle aus dem Jahr 1984. Der Sailaufit ist insgesamt
als selten zu bezeichnen.
Sailaufit als blättriges Aggregat mit Calcit (Bildbreite ca. 3,5
mm)
Tiefschwarzer Sailaufit als Drusenfüllung mit Calcit im Braunit
der brekziösen Ganginhalte,
(aus mit Braunit imprägniertem Rhyolith); Bildbreite ca. 7 cm,
angeschliffen und poliert
Die Kriställchen des Sailaufit haben im frischen Zustand starken
Glasglanz und erinnern im ersten Moment an Hämatit, unterscheiden
sich aber durch die Paragenese - meist mit Arseniosiderit - und durch die
Form der sehr kleinen Kristalle. Seltener sind die Kristalle zu stumpfen,
glaskopfartigen Massen verwachsen, der den Calcit oder auch Arseniosiderit
überzieht. In wenigen Fällen ist eine Überwachsung radialstrahliger
Massen durch Arseniosiderit zu beobachten. Darüber sind in der Regel
kleine, weiße Calcit-Kristalle oder -aggregate aufgewachsen.
Die Härte liegt bei etwa 3,5, die Dichte bei ca. 3,6. Der Strich
ist hellbraun. Das Mineral fluoresziert nicht bei der Bestrahlung mit lang-
oder kurzwelligem UV-Licht. Die Spaltbarkeit ist sehr gut bis vollkommen.
Von verdünnter HCl wird es langsam völlig zersetzt.
Alle anderen, vermeintlichen Funde erwiesen sich als dunkler Fe-Arseniosiderit
(siehe oben) oder es war schwarzer Hämatit! Die Abgrenzung ist auch
bei der Beachtung der Pragenese als sehr schwierig anzusehen. Sicherheit
wird eigentlich nur durch eine Untersuchung der chem. Zusammensetzung oder
Röngtebeugung erreicht. Auch die Kristallform der oft winzigen und
spitz zulaufenden Kristalle, gibt nur einen Anhaltspunkt, der ein Hinweis
sein kann.
Bei dem Versuch, ein einfaches Erkennungsverfahren zu finden, wurde
festgestellt, dass das Mineral magnetisch (gemeint ist, dass es vom Magneten
angezogen wird) ist. Eine Unterscheidung zum Hämatit bzw. Arseniosiderit
ist damit nicht möglich.
Die schwarzen, kleinen, stark glänzenden Kriställchen, die
sich oft neben den Brandtit-Kristallen von der
4. Sohle in den mit feinstem Braunit durchsetzten, stark brekziösen
und drusenreichen Partien der Störung finden, konnten als Sailaufit
bestimmt werden.
Y u k o n i t Ca3Fe3+7[(OH)9/(AsO4)6]·18H2O
Zusammen mit dem Löllingit
kommt ein dunkelbraunes bis fast schwarzes Mineral vor. Es ist von Schrumpfrissen
durchzogen, weich und in dünnen Splittern durchscheinend. Die muschelig
brechenden und pechglänzenden, rundlichen Yukonit-Einschlüsse
werden bis zu 8 mm groß und sind immer von hellen Alterattionshöfen
umgeben. Daneben tritt deutlich abgegrenzt, schuppiger Arseniosiderit
auf.
Aus der gleichen Partie konnten beim weiteren Abbau zonenweise reichliche Alterationshöfe im Rhyolith, von einigen mm bis hin zu 2 cm Größe, deren Kern aus As-Mineralien und Illit besteht, gefunden werden. Meist hatte die Verwitterung nur noch leere Höhlungen hinterlassen; an einigen Stücken ist die ehemalige Füllung aus strahlig bis blättrigem Arseniosiderit und braunem Yukonit erhalten. Der die Alterationshöfe benachbarte Rhyolith führt daneben noch eingestreut und parallel orientiert eingewachsen, angelösten, farblosen Calcit.
Als sehr dünner, dunkelbrauner, samtener Überzug auf Calcit-Kristallen
der 4. Sohle konnte ebenfalls Yukonit nachgewiesen werden.
M i x i t (Bi,CaH)Cu6[(OH)6/AsO4)3.3H2O
In Calcit-Drusen von der 3. Sohle wurden selten bis 1 mm große,
radial aggregierte, hexagonale Nädelchen auf Calcit aufgewachsen gefunden.
Sie zeigen lebhaften Glanz, sind durchsichtig und hellgrün. Nach dem
Nachweis eines primären Bi-Minerals im einem Sulfid (Löllingit)
ist auch ein möglicher Liferant des Bi für den Mixit gefunden
worden.
Grünlichweiße, max. 1 mm lange, strahlige Büschel aus
feinen Fasern finden sich auf den Kluftflächen des Rhyolithes der
4. Sohle. Als Begleitmineral tritt Chrysokoll,
ged.
Arsen, ein Bi-Mineral und ein U-Mineral auf.
Neben Zeunerit, Chalkopyrit
und einem nicht bestimmten Cu-Mineral konnten weitere Nadelbüschel
und Fasern aus bis zu 0,5 mm großen Mixit-Nadeln gefunden werden.
T i r o l i t Ca2Cu9[(OH)10/(AsO4)4]·10H2O
In kleinen Hohlräumen des Chrysokolls
fallen knollig-nierige, grüne Überzüge auf, die sich vom
Chrysokoll durch die Farbe und durch den Glanz unterscheiden. Unter dem
REM lassen sich 0,1 m große, strahlig-blättrige Massen
mit ausgefransten Rändern beobachten. Mit der Mikrosonde ließ
sich Ca, Cu und As nachweisen. Die sehr geringe Probenmenge ließ
weitere Untersuchungen nicht zu. Aufgrund der bekannten Daten handelt es
sich bei dem Mineral um Tirolit.
A u t u n i t Ca(UO2/PO4)2·10(12-10)H2O
M e t a - A
u t u n i t Ca(UO2/PO4)2·6-2H22O
"Autunit" wurde von hier zuerst von WEINELT gefunden. Auch konnte der
H2O-ärmere Meta-Autunit nachgewiesen werden; eine Unterscheidung im
Handstück ist aber nicht möglich. Eindeutiger Autunit als 1 cm
großer und 1 mm dicker Belag auf Rhyolith wurde von dem inzwischen
verstorbenen Gerhard DREYER, Mainz, gefunden.
Der schwefelgelbe bis zeisiggrüne Autunit tritt in dünnen
Belägen auf Klüften und eingesprengt im Rhyolith auf. Selten
finden sich auf Spalten und in Poren stärker zerrütteter Partien
bis 5 mm große, glänzende, tafelige Kristalle, die zum Teil
von einer 2. Generation sehr kleiner, matt aussehender Kriställchen
überwachsen sind. Durch seine intensive, gelbe Fluoreszenz bei Bestrahlung
mit langwelligem UV-Licht und die Abgabe von radioaktiver Strahlung lässt
er sich leicht auffinden (wobei Aktivitäten von bis ca. 400 Bq/5 cm2
erreicht werden).
Beeindruckend sind nächtliche Exkursionen mit einer tragbaren
UV-Lampe, besonders an den N-Wänden der 2. und 3. Sohle. Hierbei können
m2-große Flächen sehr dünn mit Uranglimmer belegt sein.
In den Kernzonen sind dann fast alle Klüfte bis in den dm-Bereich
mit dem fluoreszierden Material, oft fleckig belegt. Bei Tageslicht ist
die weite Verbreitung infolge der Überdeckung mit dem rötlichen
Gemisch aus Hämatit-Schüppchen und Ton nicht zu erkennen.
Bei den eingesprengten Körnern sind meist helle Höfe im umliegenden Gestein zu erkennen. Starke Anreicherungen finden sich besonders in den dunklen und sehr kompakten Partien des Rhyoliths. Geringe Mengen des Autunits finden sich in fast allen Teilen des Bruches. Ein Schwerpunkt konnte bis heute nicht festgestellt werden.
Auffällig fluoreszierender Autunit/Meta-Autunit konnte in einem Fall auch in einer mit Quarz gefüllten Druse einer Chalcedon-Knolle (Lithophyse) beobachtet werden. Der auf Quarz gewachsene, leistenförmige Kristall ist ca. 0,5 mm lang.
Auch in den Fluorit führenden
Teilen der Erzgänge kommt in Calcit-Hohlräumen etwas Autunit
vor. Die tafeligen, matt glänzenden Kristalle sind bis 1 mm groß,
durchsichtig und von gelbgrüner Farbe.
Aufgrund inzwischen durchgeführter, chemischer Analysen ist eine
eindeutige Ansprache der Uranglimmer nicht möglich, da sich hinter
dem "Autunit" mindestens 3 verschiedene Mineralien verbergen (Autunit,
Uranospinit und Uranocircit). Da nicht alle Stück untersucht werden
konnten, können keine vollständigen Angaben über die Vorkommen
gemacht werden.
Mittels EDX wurden auch frühere Uranglimmerfunde untersucht. Dabei
stellte es sich heraus, dass die meisten Uranglimmer auch früher schon
kein Autunit waren. Es zeigt sich dabei, dass im Prinzip jedes Stück
aus dem Bruch untersucht werden muss. Eine Bestimmung aufgrund der Fundstelle
oder anderer Merkmale ist ganz sicher nicht möglich.
Autunit konnte bis heute sicher in nur einem Fall nachgewiesen werden.
Es handelt sich um kleine, quadratische, hell- bis dunkelgrüne Täfelchen
auf grauem Rhyolith mit etwas
Illit. Die Kristalle erreichen kaum 0,3 mm Größe. Weitere Begleitmineralien
wie auch helle Alterationshöfe fehlen. Der einmalige Fund stammt von
der 3. Sohle.
M e t a - A u t u n i
t - 9 Å
Auf der 3. Sohle wurden in dem weichen, grauen bis weißen Rhyolith
etwas gelber Uranglimmer gefunden. Das Gestein war sehr reich an
bis zu 3 cm großen Reduktionshöfen. Der Uranglimmer fand sich
jedoch nicht in den Höfen,
sondern in einen Bereich, wo sich ein größerer weißer
Rhyolith in grauen Rhyolith befand. Die lose in den rundlichen Hohlräumen
liegenden Aggregate erreichen bis zu 4 mm Größe. Der Uranglimmer
zeigt eine intensive Fluoreszenz unter UV-Licht beider Wellenlängen.
Leider sitzen das Mineral so lose auf, dass ein Absprühen beim Reinigen
schon zum Abfallen der Blättchen und Körner führt.
U r a n o c i r c i t I
Ba[UO2/PO4]2·12H2O ?
U r a n o c i r c i t
II Ba[UO2/PO4]2·10H2O ?
M e t a -
U r a n o c i r c i t I Ba[UO2/PO4]2·8H2O
M e t a -
U r a n o c i r c i t II Ba[UO2/PO4]2·6H2O
An der Ostwand der 3. Sohle konnten im Sommer 1992 größere,
schuppige bis erdige, im bergfrischen Zustand schwefelgelbe Beläge
und mm-dicke Krusten eines Uranglimmers gefunden werden. Die röntgendiffraktometrische
Untersuchung erbrachte überraschenderweise als Ergebnis Meta-Uranocircit
I und II.
Der gewöhnliche Uranocircit I und II mit 12 bzw. 10 H2O ist sehr
instabil und wandelt sich bei der Lagerung in trockenen Räumen innerhalb
kurzer Zeit in die Meta-Formen um. Die Umwandlung von Uranocircit I bis
zu Meta-Uranocircit I ist als reversibel anzusehen, dagegen ist die wasserärmste
Form als irreversibel anzusehen. Deshalb ist davon auszugehen, dass es
im Rhyolith ursprünglich Uranocircit I und II gegeben hat, die dann
in den Bedingungen der Sammlung sich entwässerte.
Im dunkelgrauen Rhyolith konnten Bleichungshöfe von einigen dm Größe beobachtet werden, die bis zu 2 mm dick und 5 x 5 cm große Krusten aus Meta-Uranocircit führten ). Nach dem Trocknen der geborgenen Stücke ist der Uranglimmer blassgelb. Das Mineral leuchtet unter Bestrahlung mit UV-Licht beider Wellenlängen intensiv grünlich-gelb und ist kaum vom Autunit zu unterscheiden. Der den Uranglimmern umgebende Rhyolith ist weiß entfärbt und bis auf dm innig mit 0,5 mm großen Körnern aus Meta-Uranocircit durchsetzt (im UV-Licht zu sehen). Bei dem isolierten Vorkommen konnten - von dem allgegenwärtigen Illit abgesehen - keine weiteren Mineralien beobachtet werden.
Ob es sich bei dem bergfrischen Material um Uranocircit handelt, der dann nach der Bergung in Meta-Uranocircit übergeht, konnte nicht geklärt werden. Dafür spricht jedoch, dass das Mineral im bergfrischen bzw. feuchten Zustand intensiv schwefelgelb ist und nach dem Trocknen nur noch blassgelb erscheint.
Die im gleichen Bereich im Frühsommer 1992 gefundenen grüngelben bis grasgrünen, tafeligen, auffällig fluoreszierenden, 0,1 mm großen Kriställchen eines Uranglimmers könnten ebenfalls Uranocircit sein.
Bei der Analyse div. Uranglimmer wurde auch erneut Uranocircit gefunden. Mittels EDX konnte in einem Fall reiner, im anderen Fall K-haltiger Uranocircit gefunden werden. Die Funde liegen schon einige Jahre zurück. Sie belegen, dass das Mineral schon auf der 1. Sohle und 1975 gefunden wurde. Auch die großen Kristalle aus dem Fund der 3. Sohle im grauen Rhyolith der Ostwand war Uranocircit. Dies wird auch durch den späteren Fund und Erstnachweis deutlich, der nur wenige 10er Meter weiter östlich erfolgte. Das Mineral bildet bis zu 5 mm große, tafelige Kristalle und kommt gemeinsam mit Illit vor.
Uranocircit und seine Meta-Formen sind sicher die häufigsten Uranglimmer
außerhalb der As-Mineraliesationen, dies sowohl massemäßig
als auch die Zahl der Fundstellen. Autunit dagegen ist als recht selten
zu bezeichen. Es zeigt sich dabei einmal mehr, dass eine visuelle Ansprache
der Uranglimmer auch aufgrund des Fundortes nicht möglich ist. Selbst
mit EDX ist eine eindeutige Zuordnung oft nicht sicher möglich.
Z e u n e r i t Cu[UO2/AsO4]·10(16-10)H2O
M e t a -
Z e u n e r i t Cu[UO2/AsO4]·8H2O
Das Vorkommen von Torbernit wurde aufgrund von chemischen Vorproben
und morphologischen Merkmalen beschrieben (LORENZ 1987). Wegen der zahlreichen
Arsenate wurde an den Kristallen eine Untersuchung mit der Mikrosonde durchgeführt,
bei der U, As, Cu und K ermittelt werden konnten. Es handelt sich deshalb
um das Arsenat Zeunerit bzw. Meta-Zeunerit. Der Fund von der 1. Sohle war
bis heute einmalig. Es handelt sich um kleine (bis 2,5 mm), grüne
Täfelchen. Auffällig ist die fehlende Fluoreszenz bei der Bestrahlung
mit langwelligem UV-Licht. An einem, mit nur wenigen Kristallen belegten
Stück konnte eine Aktivität von ca. 100 Bq/5 cm2 ermittelt werden.
Begleitet wird er von Chrysokoll
und Tirolit. Die Bestimmung konnte durch eine röntgendiffraktometrische
Untersuchung gesichert werden.
Im Bereich der Chrysokoll-Flecken und um teils zersetzte Erzflecken mit ged. Arsen fallen grasgrüne, mm-große, tafelige Kristalle und Schuppen auf. Sie zeigen unter UV-Licht beider Wellenlängen keine Fluoreszenz. Als Begleitmineral tritt noch etwas Arseniosiderit auf. Aufgrund der Paragenese mit Chrysokoll handelt es sich dabei um Zeunerit, der schon auf der 1. Sohle, einmalig, gefunden wurde.
In den mm-großen Hohlräumen, die im Innern der dunklen Höfe aus ged. Arsen oder ehemaligem Arsenopyrit liegen, finden sich manchmal tafelige, transparente und nicht fluoreszierende Zeunerit-Kristalle.
Die Kriställchen verlieren in den trockenen Sammlungen einen Teil ihres Kristallwassers und gehen dabei irreversibel in die Metaform über, was mit einer Trübung der einst klaren Kristalle verbunden ist. 0,5 mm große, sehr gut ausgebildete, idiomorphe und zoniert grüne Zeunerit-Kristalle und aus mehreren Kristallen zusammengesetzte Aggregate konnten auf dünnen Klüften im Rhyolith gefunden werden.
Als 5 cm großer Fleck konnte ein stark radioaktives U-Mineral
gefunden werden, welches keine Fluoreszenz bei Bestrahlung mit UV-Licht
zeigt. Kleine Täfelchen zeigen einen typischen Uranglimmer, der auf
der 4. Sohle ohne weitere Begleitmineralien gefunden wurde. Das Stück
weist eine Aktivität von über 100 Bq/5 cm2 auf. Die EDX erbrachte
nur die Elemente U, As und Cu. In geringem Umfang wurde noch etwas K gefunden,
was auf einen kleinen Abernathyit-Anteil hinweist.
A b e r n a t h y i t / Z
e u n e r i t K2[UO2/AsO4]2·8H2O / Cu[UO2/AsO4]2·8-12H2O
Neben Calcit (?) aus einem der vielen ehemaligen As-Flecken wurde ein
"würfeliger", transparenter Kristall von 0,2 mm Kantenlänge beobachtet.
Da keine Fluoreszenz zu beobachten war und der Kristall nicht zu Zeunerit
passte wurde versucht, das Stück in eine Döschen zu montieren.
Im Glauben, einem gelben, glänzenden Fluorit gefunden zu haben, versuchte
ich den Kristall zu bergen. Dabei platzte der gelbe Kristall ab. Nach einiger
Suche gelang der Wiederfund. Er lag einige Monate auf Kitt im Regal, bis
ich mich entschloss ihn zu untersuchen.
Bei der Untersuchung mittels EDX wurden die Elemente As (38-43%), U (38-41%), K (9-10%) Cu (9-11%) gefunden. Demnach lässt sich der Kristall keinem bekannten Mineral zuordnen. Eine mögliche zerstörungsfreie Untersuchungsmethode wäre das Gandolfi-Verfahren, welches Pulverwerte von einem Einkristall liefert. Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich um einen Mischkristall zwischen Abernathyit und Zeunerit.
Dieses Mineral ist sicher weit verbreitet und wurde mehrfach an verschiedenen
Stellen gefunden. Es wurde als cm2-große, locker mit tafeligen Kristallen
belegte Fläche auf der 4. Sohle gefunden. Mittels EDX wurde hier U,
As, K und Cu, letztere in gleichen Anteilen gefunden. Mit weniger K-Anteil
fanden sich auch "grüne" Flecken bis zu 5 cm Größe. Als
Begleitmineral tritt noch weißer, stengeliger Aragonit
auf. Ein zweites Stück erbrachte ähnliche Analysenwerte.
U r a n o s p i n i t
Ca[UO2/AsO4]2·10H2O
M e t a -
U r a n o s p i n i t Ca[UO2/AsO4]2·8H2O
Bei der Überprüfung der chemischen Zusammensetzung von "Autunit"
aufgrund der weiten Verbreitung des As wurde bei Exemplaren von der 3.
Sohle nur As statt P gefunden. Es liegt somit das As-Glied Uranospinit
vor. Die Kristalle erreichen 1 mm Größe. Derbe, weißgelbe
bis sattgelbe, schuppige Beläge oder Imprägnationen von kaum
sichtbaren Kristallen im hellen Rhyolith um die Arsen- bzw. Pechblende-"Flecken"
sind auf der 3. Sohle weit verbreitet.
Ein nicht bekannter Anteil des "Autunits" ist somit in Wirklichkeit
Uranospinit. Eine Unterscheidung vom Autunit ist weder aufgrund der Farbe
noch aufgrund der Fluoreszenzfarbe möglich. Lediglich die "Autunit"-höfe
um die dunklen Flecken aus Arsen sind mit großer Wahrscheinlichkeit
alle Uranospinit, da hier sehr viel As zur Bildung vorhanden ist. Ein sicheres
Erkennungsmerkmal ist die Nähe zu ged.
Arsen bzw. zu Pharmakolith-Nadeln.
H e i n r i c h i t
Ba[UO2/AsO4]2·10-12H2O
M e t a h e i n r i c
h i t Ba[UO2/AsO4]2·8H2O
Auf der 4. Sohle, weit südlich der Gangzone wurde eine mit Heinrichit
durchsetzte, einige dm große Zone im gesprengten Haufwerk aufgefunden.
Auf den Kluftflächen fand sich gelbgrüner Uranglimmer als blättchenfömige
Kristallaggregate und rissige Beläge, die bis zu 2 x 3 cm Größe
erreichen. Der umgebende, kluftfernere Rhyolith ist stark punktförmig
mit dem stark fluoreszierenden Uranglimmer durchsetzt. Als Begleitmineral
tritt etwas Illit und daneben, deutlich
abgesetzt, wohl ein weiteres U-Mineral auf.
EineGesamtgesteinsanalyse mittels RFA erbrachte einen U-Gehalt von
nahe 0,5 % ermittelt. Wegen des ähnlich hohen Gehaltes Ba und der
Abwesenheit von P wurde Heinrichit bestimmt.
Das Mineral wurde wegen einer innigen Verwachsung zwischen Heinrichit
und Metaheinrichit und sehr geringer Probenmenge auch aufgrund der chem.
Zusammensetzung bestimmt: U, As, Ba und etwas P. Die Elemente Si, Ca und
K sind Bestandteile des Illits (?).
Im Dünnschliff der gelblichen Gesteinspartie ist erkennbar, dass
die größeren Feldspäte des Rhyolithes völlig in den
Heinrichit umgewandelt wurden. Die Grundmasse und die Quarze sind davon
völlig unberührt. In der deutlich anders aussehenden (gegenüber
den frischen Gestein) Grundmasse fällt der höhere Hämatit-Gehalt
des stark alterierten Rhyoliths ins Auge.
F l u o r a p a
t i t Ca5[F|(PO4)3]
Fluorapatit wurde von LORENZ 2004 beschrieben.
K a a t i a l a i
t Fe3+[AsO2(OH)2]3·5H2O
Kaatialait wurde von LORENZ 2004 beschrieben.
W e n d w i l s
o n i t Ca2(Mg,Co)[AsO4]2·2H2O
Wendwilsonit wurde von LORENZ 2004 beschrieben.
T r ö g e r i t
(H3O)2[UO2|AsO4]2·8H2O
Trögerit wurde von LORENZ 2004 beschrieben.