Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre konnte man im Steinbruch der
Hartkoppe bei Sailauf im Spessart schöne Achate in den unscheinbaren
Lithophysen finden. Es handelt sich meist um einen gemein gebänderten
Achat (auch Festungsachat genannt) mit Quarz, Hämatit und selten Drusen
mit frei gewachsenen Quarzkristallen. Die (waagrechte) Uruguay-Bänderung
ist sehr selten angetroffen worden. Die Matrix besteht aus einem stark alterierten
und dann "körnig" aussehenden Rhyolith mit reichlich Hämatit, so
dass man die Stücke leicht in einer Sammlung unter den vielen anderen
Lithophysen weltweit erkennen kann. In einigen Lithophysen ist eine dünne
Trennfuge zwischen dem Achat und dem Material der Lithophyse zu erkennen,
die im Extremfall einn Herausnehmen des Chalcedons ermöglicht.
Leider waren die Farben des Chalcedons nicht stabil und so blichen die
meisten Stücke aus. Dass dies nichts mit Lichteinfall zu tun hab, belegen
die Lithophysen, die erst nach 20 Jahren zersägt wurden. Sie zeigen
das gleiche "flaue" Farbspektrum wie die in den Sammlungen liegenden Achate.
Lediglich die roten (d. h. durch Eisen verursachte) Lagen sind erhalten
geblieben.
Die Fund stammen aus einer tonigen Kontaktzone.
Beim Betrachten der sicher willkürlichen Schnittebene wird
klar, dass man hier nicht von ehemaligen Gasblasen in der Gesteinsschmelze
sprechen kann.
Typische Achate aus der Kontaktzone:
Solche Farben sind vorherrschend, Bildbreite 5 cm |
Ausschnitt as dem linken Bild, Bildbreite 2 cm |
In vielen Fällen befindet sich im Innern eine Füllung aus einem grobkristallinen Quarz, Bildbreite 5 cm |
Ausschnitt aus dem linken Foto, Bildbreite 2 cm |
In den Lithophysen kam es mehrfach zum Wechsel der Abscheidungen aus Chalcedon und Quarz, Bildbreite 5 cm |
Ausschnitt aus dem linken Bild, Bildbreite 2 cm |
Typische, rundliche Lithophyse mit Achat, Bildbreite 6 cm |
Ausschnitt aus dem linken Anschliff, Bildbreite 2 cm |
Von der einstigen Farbenpracht ist nicht viel geblieben, Bildbreite 10 cm |
Ausschnitt aus dem Stück links, Bildbreite 2 cm |
Infolge der sehr kontrastreichen und filigranen Ausbildung ist dies ein sehr ungewöhnliches Stück, Bildbreite 13 cm |
Ausschnitt aus dem linken Stück, Bildbreite 2 cm |
Bildbreite 6 mm |
Bildbreite 6 mm |
Bildbreite 6 mm |
Bildbreite 6 mm |
Die unscheinbare Außenseite einer Lithopyhse mit dem durchgepausten "Netz", Bildbreite 7 cm |
Achat in einem nahezu farblosen Quarz und dann wieder Quarz und Achat in Wechsellagerung, Bildbreite 2 cm |
Lithophyse mit Achat und Quarz, Bildbreite 10 cm |
Das gleiche Stück und Ausschnitt wie links, aber unter UV-Licht. Der Quarz weist dabei eine sehr intensive Fluoreszenz auf |
rotbrauner Chalcedon mit Quarz als finale Füllung, in dem noch ein feiner Filz aus Goethit kristallisiert ist, Bildbreite 4 cm |
Weißlicher Achat im Ausschnitt als Teil einer größeren Masse, Bildbreite 2 cm |
Grauer Achat mit einer braunen Umrahmung in einer Lithophyse, durch einen (Lösungsspalt?) vom Gestein getrennt, Bildbreite 5 cm |
Unterschiedlich gefärbte Lithopyhse mit einem Achat, Bildbreite 8 cm |
Achat mit einer Randspalte gegen die Lithophyse. Der Innere Achat zeigt einen wiegenden Schimmer ("Wagler"), Bildbreite 7 cm |
Kleine Lithopyhse mit einer schön gebänderten Füllung aus Chalcedon mit farblosem Quarz, Bildbreite 3 cm. |
Lithophysenscheibe mit rotem, umlaufenden Achat und weießm Quarz, der unter UV-Licht grün fluoresziert, Bildbreite 6 cm. |
eine der kleinsten Lithophysen mit Achat, Bildbreite 4 cm |
weißer Achat und farbloser Quarz in einem geänderten Achat, Bildbreite 2 cm |
Lithophyse mit 2 Achaten unterschiedlicher Bänderung nebeneinander, Bildbreite 4 cm |
Infolge der Unvernunft lokaler Sammler bestehen leider heute keine Fundmöglichkeiten
mehr - obwohl das Vorkommen sicher noch Lithophysen und damit auch Achate
zu bieten hätte.