Das Anstehende in dem weitläufigen Steinbruch besteht vorwiegend aus granathaltigen Glimmerschiefer und Quarzitschiefern der Geiselbach-Formation in stark wechselnder Mächtigkeit. Darin sind bis zu 1 m starke Lagen aus dichten, glimmerarmen Quarziten eingeschaltet. Sie enthalten oft nur cm-dicke Lagen aus erzreichen, dunklen Lagen die sich kontrastreich vom hellen Quarzit absetzen. Der Quarzit enthält nur Hellglimmer und selten etwas Turmalin. Die glimmerreichen Lagen sind reich an Granat, der leider ausnahmslos stark verwittert ist.Das Gestein fällt mit 45° ein und streicht fast N-S. Die gut ausgeprägte, bis in den dm-Bereich reichende Klüftung steht senkrecht zur Schieferung. Die Glimmerschiefer sind teilweise sehr reich an zersetzten Granaten und oft mit Illit durchsetzt, was den schmierigen Charakter des Gesteins erzeugt. Mineralisierte Klüfte sind selten und auf eine Fe-Mn-Gangzone beschränkt, die sich schichtparallel durch den Bruch zieht.
Es treten folgende Gesteine auf:
Quarzit, hell- bis dunkelgrau, bisweilen
glasig, plattig (1 - 5 cm) bis dünnbankig (0,3 - 0,1 m), fein- bis kleinkörnig,
stückig absondernd mit Zwischenlagen von dünnschichtigem, feingefältetem
Glimmerschiefern bis quarzreichen Glimmerschiefern. Der Mineralbestand besteht
aus Quarz, Muskovit, Biotit-Chlorit, Granat, Erz, Zirkon, Rutil, Apatit und
Turmalin. Selten sind dunkle, hämatitreiche Partien von einigen cm Mächtigkeit
eingeschaltet:
Quarzitischer Glimmerschiefer und Zweiglimmerschiefer, quarzreich (ohne Plagioklas); grau durch Blättchen von Hämatit rotgrau, dünnschichtig, feinkörnig, geschlossene Glimmerhäute auf den Schieferungsflächen, Quarze in dünnen, feinkörnigen Linsen und durch Glimmer getrennten Lagen.
Zweiglimmerschiefer bis Paragneis; dunkelgrau, klein- bis feinkörnig, lagig schiefrig bis stengelig oder plattig. Der Mineralbestand besteht aus Plagioklas, Quarz, Granat, Muskovit, Biotit, Chlorit, untergeordnet Apatit, Turmalin, Zirkon, Rutil und Magnetit.
In den metamorphen Gesteinen des Spessarts
sonst so häufige Quarzgänge sind erstaunlich selten und werden
kaum mächtiger als einige cm bis zu sehr selten 1 m als rundlichen Quarzmobilisate.
Der graue bis weiße, massige Quarz
aus den Glimmerschiefer enthält neben Hämatit und selten etwas Tonmineralien
keine weitere Mineralien.
Innerhalb der Glimmerschiefer lassen sich
selten auch schichtparallele, linsige Pegmatit-Adern beobachten. Sie werden
bis zu 10 cm mächtig und lassen trotz der völligen Zersetzung der
Feldspäte nur Quarz und ganz untergeordnet etwas Muskovit erkennen. Der
aus den Feldspäten entstandene Ton (Minerale müssen noch bestimmt
werden) macht das Gestein so mürbe, daß es mit der Hand zerrieben
werden kann.
Im nördlichen Teil des Steinbruches
sind weite Teile des Gesteins unter einer groben Hangschuttbedeckung in eine
helle, tonige Masse verwittert. Dies ist sicher eine Folge der tiefgründigen
Verwitterung im Tertiär. Das Gestein ist im Verband erhalten und weist
auch noch die typische Spaltbarkeit auf - kann aber ohne große Anstrengung
von Hand zerrieben werden.
Der Abbau ging denn auch hier ohne Sprengung
voran. Davon sind besonders die feldspatreichen Schichten und die Glimmerschiefer
betroffen. Das Material war im Steinbruchbetrieb unerwünscht und wurde
zum Teil aufgehaldet.
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