Das einst politisch "korrekte" 3-Liter-Auto VW-Lupo
- ein Reinfall und endlose Probleme.

Fazit: Nie wieder ein Volkswagen!

von Joachim Lorenz, Karlstein a. Main



Das teuerste Auto, welches ich je besaß, der VW-Lupo 3L
ein Problem-Auto, auf das überhaupt keinen Verlass war.



Die Geschichte.

Ich fahre seit 1979 VW-Fahrzeuge und dies mit guten Erfahrungen. Im Jahr 1999 kaufte ich mir beim ehemaligen VW-Händler Franz in Kahl am Main einen VW Lupo 3L (damals 28.000 DM) vorwiegend für die Fahrten zur Arbeitsstelle - täglich ca. 65 km. Der Verbrauch an Diesel bzw. Biodiesel liegt so etwas im Schnitt bei 3,52  l/100 km, je nach Reifen und Jahreszeit. Ich führte darüber seit Beginn Aufzeichnungen, es dokumentiert wohl auch die zurückhaltende Fahrweise. Die ersten ca. 25.000 km verliefen problemlos und ich glaubte der Mehrpreis amortisiert sich über den geringen Verbrauch. Aber es sollte ganz anders kommen: 


Da immer noch Hilfe suchende Menschen anrufen, weil sie die gleichen Probleme mit einem Lupo haben, lasse ich die Seite weiter stehen.

Alle Bemühungen nach einer gütlichen Einigung auf eine vernüftige Lösung für die Probleme zu finden wurden von der sehr arrogant auftretenden Fa. VW oder/und der Werkstatt mit Hinweis auf abgelaufe Garantie, keine Möglichkeiten, keinen Spielraum, Softwareprobleme, falsch konstruiert, nicht für Vielfahrer gebaut, .... abgewimmelt. Infolge der unsachlichen Partikelemissionen beim Feinstaub werde ich jetzt politisch von einem Vorzeigefahrzeug-Fahrer zum Dreckschleuderfahrer degradiert.

 
Fazit: Nie mehr ein VW (Volkswagen)!





Anmerkung: 

VW-Bus
Ach so, ich fahre noch einen VW-Bus, Baujahr 1989, mit dem 70 PS starken Turbodiesel, Differenzialsperre, Eigenausbau als Wohnmobil (mit Hubdach, Kühlbox, Toilette, Wasser, Gaskocher usw.), inzwischen über 180.000 km gelaufen - keine nennenswerten Probleme. Bei einer Höhe von 1,98 m passt der auch in die meisten Parkhäuser.
Und mit dem waren wir schon in Großbritannien, Island, Spanien, am Nordkapp, Schweden, Finnland, Dänemark, Schweiz, Italien, Frankreich, DDR, ...

und 2011 mal schnell nach Griechenland:

Zur Probenbeschaffung für vergleichende Untersuchungen an einem "Porphyr" bin ich mit meiner Frau Helga nach Griechenland gefahren. Der Bus braucht je nach Gelände und Fahrweise etwa 8 - 9 l Diesel auf 100 km, fährt immer noch locker 120 km/h auf der Autobahn - nur am Berg merkt man dann dass für das Gewicht die Leistung doch begrenzt ist. So fuhren wir über die Alpen (Reschenpass) nach Ancona, schifften hier auf einer Fähre ein und überquerten per "Camping auf Deck" die Adria und landeten am nächsten Morgen in Igoumenitsa in Griechenland. Hier musste ich dann in einer VW-Werkstatt eine Dieselleitung aus Aluminium von der Pumpe zur Einspritzdüse löten lassen, da darin ein kleines Loch war (meine provisorische Reparatur in Italien (Gardasee) hielt der Wärme nicht stand). Bei nachmittäglichen Temperaturen von 34 - 41 °C im Schatten fuhren wir über Mykene nach Sparti (Sparta), wor wir das Vorkommen des ornamentalen Gesteins bei Krokees suchten - und auch tatsächlich fanden. Nach der Probennahme schauten wir an den klassischen Stätten der Historie in Olympia, Korinth, Delphi und Meteora vorbei. Mit der Fähre dann wieder zurück nach Italien bis zu den Alpen im Warmen. Am Brenner dann Wolken und in Österreich dann eine Mischung aus Regen, Wolken und Sonne. So lief der Bus in fast 2 Wochen locker 4.450 km und brachte uns komfortabel zurück.

Rimini
Auf einem Campingplatz südlich von Rimini an der Adria
Camping im Schiff
Zwischen den großen Wohnmobilen auf dem Campingdeck der
Fähre von Ancona (Italien) nach Igoumenitsa (Griechenland)
Parkplatz
vermüllter Parkplatz nördlich von Patra (Patras)
Berge
Griechische Berge
Mykene
Das Löwentor in Mykene
Stadtansicht
Griechische Kleinstadt in Lakonien
Olympia
Die Säulen eines Tempels in Olympia liegen noch so da, wie sie das Erdbeben von 351 n. Chr. umwarf
Helme
Die ersten Schutzhelme, hergestellt aus Bronze um 450 v. Chr, gesehen im Museum in Olympia
Korinth
bekannt durch die Briefe an die Korither - das antike Korinth auf dem Peleponnes nahe des bekannten Ismusses
Delphi
auf einem schattigen Campingplatz  mit prächtiger Aussicht bei Delphi
Schild
solche Schilder sollen die gefürchteten Brände der bei den hohen Temperaturen leicht brennbaren Macchie und der Wälder verhindert - gegen Brandstiftung sind sie wirkungslos. Gesehen in Delphi
Quelle
die warme und nach Schwefelwasserstoff riechende Quelle der Thermophylen (wo eine berühmte Schlacht gegen die Perser stattfand)
Meteora
Die konglomeratischen Sandstein-Felsen von Meteora
Knglomerat
Hangschutt über dem Konglomerat der Felsen von Meteora. Dabei sind die Größe bis o,5 m und der sehr gute Rundungsgrad der Gerölle bemerkenswert
Warteschlange
warten in Igoumenitsa auf die verspätete Fähre nach Ancona
Fähre auf dem Meer
aus der Fähre über die Adria - zwischen den vielen großen Wohnmobilen ist der VW-Bus doch klein
Meerwasser
das Meerwasser der Adria, aber eine Überfahrt ohne Seekrankheit
Ancona Hafen
nachdem die Fähre wegen einer nächtlichen Jachtrettung über 4 Stunden Verspätung hatte, spielten sich nach dem Anlegen in Ancona unbeschreiblich chaotische Szenen ab. Man glaubte, es sei die erste Autofähre die da angekommen ist. Wir brauchten 1 Stunde um von Bord zu kommen und fast eine weitere Stunde bis zur Autobahn ...

2012 waren wir dann mit der Herstellung des Porphyr-Buches so ausgelastet, dass es für einen zusammen hängenden Urlaub nicht reichte.


Zurück zur Homepage oder an den Anfang der Seite