| Zalesiit | Francevillit | Pitticit |
| Apatit | Heinrichit | Tirolit |
| Arseniosiderit | Konichalcit | Zeunerit-Abernathyit-
Mischkristall |
| Carnotit | Lavendulan | Tujaminit |
| Cuproadamin | Duftit |
K o n i c h a l c i t
CaCu2+[OH/AsO4]
Mit rissigem Chrysokoll fanden
sich auf der Kluft im Diorit 0,5 mm kleine, glasig erscheinende und runde
Konichalcit-Kügelchen. Als Begleitmineral tritt noch Baryt und Agardit-(Ca)
auf. Auf einer Kluft im Pegmatit konnten weitere, glaskopfartige, teils
rundlich-strahlige Konichalcit-Aggregate, teils im Innern hohl, gefunden
werden. Die ca. 0,5 mm dick überkrusteten Flächen erreichen einige
cm².
Mittels EDX wurden folgende Gehalte gefunden (Atom-%): Ca 35,4 %, As
33,2 %, Cu 26,75 % und V 4,65 %. Bemerkenswert daran ist sicher der deutliche
Vanadiumgehalt. Die Gitterparameter errechneten sich für den Konichalcit
aus der Messung zu a=7,394(3), b=9,225(6) und c=5,819(4) Å.
A p a t i t Ca5[(F,OH)/(PO4)3]
Bis zu 3 mm große, farblose bis weiße, sechskantige Apatit-Prismen
wurden in Zerrklüften Chlorit,
Adular,
Aktinolith
und Titanit gefunden. Die Apatit-Kristalle
sind meist völlig farblos, stark glänzend und zeigen hier auch
interessante Flächen an den sechskantigen Prismen bei tafeligem bis
säuligem Habitus. Es wurden bis zu 10 Apatite auf 2 cm2 beobachtet!
Die glänzenden Apatit-Säulchen sind oft nicht sofort erkennbar,
weil sie von den grauen Aktinolith-Nadelfilzen umschmiegt werden.
Die Untersuchung mittels EDX ergab nur Ca und P als Bestandteile. Eine
röntgendiffraktometrische Untersuchung hat ergeben, dass es sich wahrscheinlich
um einen Fluor-Apatit mit den Gitterparameter a=9,389(3) und c=6,870(3)
Å handelt. Im Pegmatit findet sich selten neben Zirkon
auch Apatit als bis zu 1 mm große, gelbliche, kantengerundete Kristalle.
L a v e n d u l a n
(Ca,Na)2Cu2+5[Cl/(AsO4)4]·4-5H2O
Auf einer Feldspat-Fläche eines Pegmatits mit den Arseniden
finden sich kleine, orientierte, flachtafelige Kristalle des Lavendulans.
Die einzelnen blaugrünlichen Täfelchen erreichen nur 0,1 mm Größe.
Sie weisen einen seidigen Glanz auf den Flächen auf.
A r s e n i o s i d e
r i t Ca3Fe3+4[(OH)6/(AsO4)4]·3H2O
Als dünner, typisch goldgelber bis goldbrauner, samtiger bis sichtbar
blättriger Überzug finden sich bis zu cm² große Flächen
aus Arseniosiderit auf dünnen Klüften innerhalb eines schmalen
Pegmatits. Als Begleitmineralen treten nur wenig grüner Agardit
in kleinen Rosetten, rissiger Chrysokoll
und Konichalcit in rundlichen Aggregaten auf.
P i t t i c i t
Fe23+[OH/AsO4/SO4]·nH2O
In einer Druse in einem Quarzgang finden sich kleine, runde, graubraune
Pusteln, innen schwarz und von einem grauen Überzug verkrustet. Die
bis zu 0,5 mm großen rissigen Kügelchen sind von farblosen Apatit-Prismen,
Resten weißen Calcits und Feldspat
im Untergrund begleitet. Mittels EDX konnten folgende Elemente nachgewiesen
werden (in Atom-%): 36,5 Fe, 29,6 Si, 20,6 As, 10,7 Ca und 2,7 P. Das Mineral
erwies sich als völlig röntgenamorph. Demnach liegt ein sulfatfreier
Pitticit vor
C u p r o a d a m i n
(Cu,Zn)2[OH/AsO4]
Das Mineral wurde neu von hier beschrieben (LORENZ 2001).
D u f t i t PbCu[OH/AsO4]
Das Mineral wurde neu von hier beschrieben (LORENZ 2001).
Z a l e s i i t
CaCu6[(OH)2/(As,P)O4]3·3H2O
Neben Chrysokoll, Baryt und grünen
Konichalcit-Kügelchen fanden sich auf einer Kluft im Diorit kleine,
grüne Zalesiit-Nädelchen, meist zu "Sonnen" oder Igeln aggregiert.
Sie zeigen einen lebhaften Glanz im Unterschied zu dem meist stumpfen Malachit.
Die Nädelchen erreichen Längen von bis zu 2 mm, die Aggregate
werden bis zu 3 mm groß. Mittels EDX wurden die Elemente Cu, As,
Ca, Si neben etwas La, Y und Ce gefunden. Das Mineral wurde früher
unter dem Namen Agardit-(Ca) geführt.
T i r o l i t Ca2Cu9[(OH)10/(AsO4)4·10H2O
Neben einem Zirkon-Einschluss (Riss
einer Sprengsonne) konnte ein 3 x 4 mm großer, locker aufsitzender
Belag aus einem radialblättrigen, grünen und perlmutterglänzenden
Tirolit gefunden werden.
H e i n r i c h i t
Ba[UO2/AsO4]2·8-10H2O
Auf den Kluftflächen des Pegmatits im Bereich der Uraninit-Einschlüsse
der Pegmatite finden sich verbreitet kleine Täfelchen und Kristallgruppen
eines sattgrünen Uranglimmers. Er zeigt im Unterschied zum Mischkristall
des Zeunerit-Abernathyit eine sehr
lebhafte, intensiv grüne Fluoreszenz bei Bestrahlung mit UV-Licht
beider Wellenlängen (bei langwelliger Strahlung etwas weniger Intensiv).
Als Begleitmineral tritt neben weiteren Uranmineralien
noch etwas Pyrit auf. Ob der wasserärmere
Metaheinrichit vorliegt konnte infolge Materialmangels nicht untersucht
werden.
Z e u n e r i t
- A b e r n a t h y i t (Cu,K2)[UO2/AsO4]2·8-12H2O
Im Pegmatit finden sich selten kleine Hohlräume, in denen in der
Regel nur Biotit, angelöste Feldspäte,
Quarze und erdige Massen aus Tonmineralien, wie z. B. Saponit,
zu finden sind. Im Bereich eines Uraninit-Einschlusses
fanden sich bis zu 2 mm große, tafelige Kristalle eines grünen
Mischkristalles zwischen Zeunerit und Abernathyit.
Sie sind aus mehreren parallel verwachsenen Täfelchen zusammengesetzt
und zeigen typischerweise keine Fluoreszenz unter UV-Licht. Die satt flaschengrünen
Blättchen glänzen stark und sind durch die Radioaktivität
gut von ähnlichen Mineralien (U-freie Cu-Mineralien) zu unterscheiden.
Auch die Klüfte des Pegmatits neben Uraninit können mit kleinen,
glänzenden Täfelchen eines Mischkristalles zwischen Zeunerit
und Abernathyit überkrustet sein. Auch runde, rosettenartige Aggregate
wurden gefunden. Sie erreichen kaum 1 mm Größe. Das Verhältnis
von K zu Cu verhält sich wie 1:1 bis zu 1,6:1.
C a r n o t i t
K2[(UO2)2/V2O8]·3H2O
Neben zersetztem Uraninit fanden
sich sehr kleine (0,3 mm), tafelige Carnotit-Kristalle mit rhomboedrischem
Umriss. Sie lassen sich leicht spalten und sind von intensiv gelber Farbe,
was stark mit Biotit kontrastiert, auf
dem die Blättchen sitzen.
Der Carnotit zeigt keine Fluoreszenz unter UV-Licht. Die wenigen Plättchen
sind sehr locker auf dem Biotit verteilt.
F r a n ç e v i l
l i t Ba[(UO2)2/V2O8]·5H2O
In den dünnen Spalten der "Sprengsonnen" um den Uraninit
findet sich als dünner Belag auf dem Feldspat ein kristalliner Belag
aus zitronengelbem, K-haltigem Françevillit.
Das Mineral zeigt keine Fluoreszenz unter UV-Licht beider Wellenlängen.
Die säuligen, durch eine Pyramide begrenzten Kristalle erreichen maximal
0,1 mm, die Flächen mit dem Belag einige mm².
T u j a m u n i t
Ca[(UO2)2/V2O8]·8H2O
Das Mineral wurde neu von hier beschrieben (LORENZ 2001). Das bemerkenswerte
Mineral wurde auf Quarz gebildet.