Der große Steinbruch wird seit 1994 dreisohlig durch die Fa. Hartsteinwerk Erwin STAHL in Dörrmorsbach betrieben. Es wird vorwiegend großstückig abgebaut und es werden daraus folgende Produkte gewonnen: Bruchsteine für Uferbefestigungen (mehr als 75 %), grober Schotter (Schrotten) und untergeordnet Mauersteine und "Findlinge" für die Gartengestaltung und als Gedenksteine, wobei letztere 25 t Gewicht erreichen können. Der Abbau geht sehr langsam voran, so dass die gewonnenen Haufwerke bzw. die mit dem "Picker" zerkleinerten Blockmassen teilweise wochenlang besammelt werden können. Der Diorit ist in den oberen Partien teilweise grusig verwittert.
Der Abbau erfolgt durch das Bohren von vertikalen und horizontalen Löchern zur Sprengung. Das dadurch losgesprengte Gestein wird dann durch einen Bagger vorsortiert. Die sehr großen Blöcke zerkleinert man mit einer Eisenkugel so weit, dass sie auf den Muldenkipper verladen werden können. An anderer Stelle abgekippt, werden sie dann mittels eines hydraulischen Meißels ("Picker") auf das für den Wasserbausteine gewünschte Maß verkleinert (10 bis 50 kg/Stück).
Die feinere Fraktion transportiert ein Muldenkipper zum Brecher. Nach dem Brechen und Absieben lagert ein Teil der Schrotten und des Schotters im Bruch bis zum Abtransport. Die durchschnittliche, jährliche Produktion liegt bei z. Zt. ca. 350 t/d (geschätzt). Die Rohdichte liegt bei ca. 2,7 t/m3, die Druckfestigkeit bei 2.200 bis 2.000 dN/cm2. Für die Verwendung besonders geschätzt ist die außerordentliche Frostbeständigkeit des Gesteins. Die Lagerung erfolgt im Bruch und daneben in einer Freideponie. Die Abfuhr kann ausschließlich mittels LKW erfolgen.
Achtung!:
Es wird auch bearbeiteter Gesteinsabfall aus der Natursteinindustrie aufgearbeitet
(kleinere Stücke auch zur Splittherstellung)! Es ist also mit dem Einschleppen
völlig fremder Gesteine zu rechnen, die im Aussehen und dem Mineralbestand
dem des Bruches fast gleichkommen. Freunde extotischer Gesteine können
hier "fündig" werden.
Weiter wird auch felsiger Baustellenaushub aus verschiedenen Baustellen der
Umgebung von Haibach oder Aschaffenburg mit aufgearbeitet!
Weiter werden bei der Rückfahrt - um Leerfahrten zu vermeiden - Gesteine
aus der Umgebung (z. B. Kalk aus dem Keuper Frankens) mit nach Dörrmorsbach
gefahren und dann vermarktet.